Bautagebuch

September 2018

Meilenstein Sanierung: Dach über dem NR-Saal offen

Ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg ins neu sanierte Hohe Haus ist geschafft: In den vergangenen Wochen wurde das Glasdach über dem Nationalratssitzungssaal Stück für Stück abgetragen. Neben Regenwasser, das bereits auf die Sitzreihen tropfte, war die Dachkonstruktion des Parlaments auch punkto Tragfähigkeit bereits an ihren Grenzen. Die Erneuerung des Daches ist somit zentraler Teil des Sanierungsprojekts!
Und: die Projektorganisation wurde mit 1. September angepasst: die BIG übernimmt das Baumanagement.


August 2018

Letzte Vorbereitungen

Die letzten Vorbereitungen zur Dachöffnung laufen! Mehrere Monate lang wird das Dach über dem NR-Saal geöffnet sein und der Saal ist damit Wind und Wetter ausgesetzt. Um Schäden zu vermeiden, wird der gesamte Bereich mit Schutzmaterialien ausgekleidet und Regenwasser wird durch ein eigenes Drainagensystem abgeleitet.


Juli 2018

Figurenschmuck wandert in die Werkstätte

44 Attikafiguren werden in den nächsten Wochen vom Dach abgehoben und dann in die Restaurierungswerkstätte der Firma Zottmann in Wien gebracht. Dort werden sie eingehend untersucht und gegebenenfalls restauriert. Nach dem Ende der Sanierung kehren sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.


Säulenhalle verkabelt

In der Säulenhalle wird derzeit mittels feinster Verkabelung und eigenen Aufnahmegeräten jede thermische Bewegung des Gebäudes gemessen und aufgezeichnet. Dies, um Informationen für die später notwendigen statischen Arbeiten zu erhalten, wenn beispielsweise unter der Säulenhalle ausgebaut wird und die Decken abgestützt werden müssen. Etwa 8 Millimeter thermische Bewegung werden jeden Tag registriert!


Juni 2018

Adler hebt ab!

Heute wurde der Wappenadler aus dem Nationalratssitzungssaal abtransportiert. Dazu wurde die Stahlskulptur noch an der Wand auseinandergeschraubt und in seine vier ursprünglichen Teile zerlegt, verpackt und mittels Kran über den Balkon auf der Schmerlingplatzseite ins Freie gehievt.


Lichtblicke

Die Zwischendecke im Nationalratssaal wurde entfernt und es eröffnen sich erste zaghafte Lichtblicke durch die Gitterstäbe des Plateaugerüsts hinauf zum Himmel. Die Spannung steigt: bis zur Dachöffnung dauert es nur noch wenige Wochen!


Mai 2018

Sobotka besucht Baustelle

Am 8. Mai hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka die Baustelle besucht und den beteiligten Firmen und deren Mitarbeitern einen unfallfreien Verlauf gewünscht. Durschnittlicht sind in der jetzigen Phase an die 200 Personen im Einsatz und die Baumeisterarbeiten sind in vollem Gange.


Licht aus im historischen Gebäude

Ab Mai wird das Parlament mit Baustellenstrom versorgt. Die derzeitigen Leitungen werden abgedreht. Passenderweise zeitgleich läuft die Demontage aller Beleuchtungskörper. Die historisch wertvollen Luster und Leuchten werden gereinigt und restauriert und kommen dann im sanierten Parlament wieder zum Einsatz. Die Palette ist vielfältig: Sie reicht von der schlichten Deckenbeleuchtung bis zum prachtvollen 2 Meter Luster von Theopil Hansen, von der einfachen Notbeleuchtung bis zur Hängeleuchte aus Glasprismen und oktagonalen Glaskugeln von Fellerer und Wörle.


April 2018

Aufbau erster Baukran

Der erste von insgesamt vier Baustellenkränen vor dem Parlamentsgebäude wurde am 16.04.2018 aufgestellt. Der Kran wird beim Materialtransport, Aushub und den Dacharbeiten zum Einsatz kommen. Um stattliche 52 Meter überragt die Konstruktion damit das Hohe Haus, das an seiner höchsten Stelle immerhin 33 Meter aufweist.


Baugerüst im Nationalratssitzungssaal

Derzeit wird im gesamten Nationalratssitzungssaal ein Baugerüst auf mehreren Etagen errichtet. Schritt für Schritt wird dann die Wandverkleidung aus Holz abgenommen, denn hier werden wichtige bauliche Eingriffe stattfinden: der Boden wird abgeflacht, damit er barrierefrei zugänglich ist. Außerdem wird die Lichtzwischendecke herausgenommen. Ein neues Glasdach eröffnet dann den Blick nach oben. Bei der Sanierung wird aber darauf Wert gelegt, dass der Saal in seinem Wesen erhalten bleibt, denn er blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1945 wurde der Saal durch Bombentreffer vollkommen zerstört. Nach Plänen der Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle erfolgte im Jahr 1956 die Fertigstellung in der heutigen Gestalt.


Baucontainer am Vorplatz

Die Container vor dem Parlamentsgebäude werden in den nächsten Tagen (Anfang April) als Baubüros eingerichtet. In zwei Wochen soll dann die zweite Tranche angeliefert werden, der erste Kran wird errichtet und die Attikafiguren am Dach sollen abgebaut werden. Im Inneren des Hauses finden gerade die Demontagearbeiten statt: alle Luster werden abmontiert, gereinigt und in ein Zwischenlager transportiert. Nach der Sanierung kehren sie dann wieder in das Parlamentsgebäude an ihren angestammten Platz zurück.


März 2018

Errichtung Containerburg

Am 26.03.2018 hat der Aufbau der Container vor dem Parlamentsgebäude begonnen. In den nächsten Tagen werden 57 Container angeliefert und vor dem Gebäude aufgebaut. Die zweite Tranche folgt Mitte April. Wenn alles fertig ist, wird die Containerburg aus 114 Container bestehen und 3 Geschoße zu je 2,5m hoch sein. In den Containern sind dann die Büroarbeitsplätze für die Örtliche Bauaufsicht und die Arbeiter angesiedelt.


Demontage Fahnenmasten (19.03.-25.03.2018)

Die Arbeiten am Bauzaun laufen auf Hochtouren. Die Gebäudeseite zum Schmerlingplatz ist bereits vollständig geschlossen. Ein mobiler Kran baut die Fahnenmasten vor dem Parlamentsgebäude ab. Dafür müssen die Einzelteile des Mastes demontiert werden, bevor sie der Kran abheben kann. Aber zuallererst wird der Adler, er besteht aus mit Blattgold beschichtetem Metall, abmontiert. Keine leichte Angelegenheit: er wiegt an die 150 Kilo! Immer noch deutlich weniger als der Kran: der ist 100 Tonnen schwer!


Februar 2018

Bauzaun beginnt

Am 19.02.2018 wird mit der Errichtung des Bauzauns begonnen. Der Bauzaun umfasst insgesamt rund 700 Laufmeter rund um das gesamte Gebäude. Er besteht aus ca. 1.500m² Trapezblech, ca. 400 Stück Betonsockel und 400 Holzstehern. 10 Arbeiter sind damit betraut, den Bauzaun bis Mitte April fertig zu stellen und die Baustelle vollständig zu schließen. Für die Zu- und Abfahrt zur Baustelle sind eigene Tore vorgesehen.


Jänner 2018

Schutzmaßnahmen

Das Parlamentsgebäude wird im Inneren zum Teil mit Schutzwänden aus Holz verkleidet. Dies dient dazu, die wertvollen Oberflächen, Wandmalereien und Türstöcke, die allesamt unter Denkmalschutz stehen, vor Beschädigungen im Zuge der Sanierungsarbeiten zu schützen. Die langen Gänge werden als Transportwege für Maschinen und Baumaterial dienen.


Dezember 2017

Untersuchung der Attika-Statuen auf dem Dach

In schwindelerregender Höhe begutachten am 21.12.2017 Restauratoren der Firma Klaus Wedenig aus Königshof/Niederösterreich den Figurenschmuck auf dem Dach. Es soll der Zustand der insgesamt 44 Statuen aus Laaser Marmor und des übrigen Figurenschmucks eruiert werden, um deren sichere Abnahme zu gewährleisten.
Im April sollen die Figuren dann behutsam abgenommen und je nach Zustand restauriert werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten kehren sie wieder an ihren angestammten Platz auf dem Dach zurück.


Vergabe der Baumeisterarbeiten genehmigt

Am 14.12.2017 genehmigt der Aufsichtstrat der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H. (PGSG) die Vergabe der Baumeisterarbeiten. Die Bietergemeinschaft Porr/Pittel+Brausewetter soll die Baumeisterarbeiten durchführen.
Gleichzeitig mit der Zuschlagsentscheidung für die Baumeisterarbeiten hat der Aufsichtsrat eine Änderung des Terminplans für das Sanierungsprojekt zur Kenntnis genommen. Dementsprechend wird die Projektdauer um acht Monate von Juli 2020 auf März 2021 erstreckt.


Hainbuchen wandern ins Zwischenquartier

Am 11.12.2017 werden 24 Hainbuchen, die rund um das Parlamentsgebäude wachsen, umgepflanzt und in ein Zwischenquartier transportiert. Das ist zum Schutz der Bäume notwendig, denn die Außenarbeiten zur Einrichtung der Baustelle sind in vollem Gange. Nach Abschluss des Sanierungsprojekts werden die Bäume im Zuge der Neugestaltung des Umfelds des Gebäudes zurückkehren und wieder eingepflanzt.


September 2017

Ein Stück Demokratiegeschichte ersteigern

Im Rahmen einer Online-Auktion des Dorotheums werden einzelne Möbelstücke, die keine weitere Verwendung finden, versteigert. Der Zuspruch ist enorm: 208.160 Euro werden eingespielt, der Reinerlös fließt in das Bundesbudget.


August 2017

Baustelleneinrichtung und Logistik beginnt

Am 28.08.2017 wird das historische Parlamentsgebäude von der Parlamentsdirektion an die ÖBA (örtliche Bauaufsicht) übergeben. Seit diesem Datum liegen das Gebäudemanagement, die Einrichtung der Baustelle und die Logistik vor Ort in den Händen der örtlichen Bauaufsicht. Die Bautafel wird errichtet! Nächste Schritte sind die Abbauarbeiten im Gebäude.

Nach dem Ende Juni erfolgten Widerruf der Ausschreibung der Baumeisterarbeiten sind die Verhandlungen mit den Anbietern derzeit im Gange. Ziel ist die Einhaltung der festgelegten Kostenobergrenze.