Bautagebuch

April 2020

Die Kuppel wächst

Nachdem Mitte März 2020 die Arbeiten auf der Parlamentsbaustelle wegen eines COVID-19-Verdachtsfalles eingestellt worden waren und sich in der Folge auf unbedingt notwendige Sicherungsarbeiten beschränkten, konnte der Betrieb Ende März – nachdem sich herausstellte, dass keine Erkrankung vorlag – wieder hochgefahren werden. Aufgrund der nationalen und internationalen Restriktionen infolge der Corona-Pandemie gibt es aber weiter Engpässe. Zum einen sind das die Arbeitskräfte aus dem Ausland, die nur eingeschränkt einreisen dürfen. Und dann auch die ausländischen Zulieferbetriebe. So kommen die Gläser für die Glasdachkonstruktion des Nationalratssaales nicht aus Österreich und können aufgrund von Produktionsausfällen derzeit nicht geliefert werden. Die Vorarbeiten über dem Plenarsaal werden aber weiter vorangetrieben.

Vorarbeiten für die Glaskuppel über dem NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Februar 2020

Arbeiten im Historischen Sitzungssaal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Eingerüstet

Im historischen Sitzungssaal steht derzeit ein großes Gerüst. Und das hat einen Grund: Die Decke mit historischer Dekorationsmalerei wird restauriert. Die Arbeiten dazu sind bereits weit fortgeschritten. Außerdem werden Stuckmarmor, Steinsäulen und Metalldekorationen an den Wänden gereinigt und restauriert.

Dezember 2019 & Jänner 2020

Ein Ring am Dach

2019 ging ein weiteres unfallfreies Jahr auf der Baustelle zu Ende. Die Unterkonstruktion für die Glaskuppel am Dach des Nationalratssitzungssaals ist errichtet. Der insgesamt 180 Tonnen schwere Stahldruckring wurde in vier Teilen angebracht. Um den Verkehr nicht zu behindern, fand die Montage in der Nacht statt.
Anschließend wurde die Baustelle für die nächsten Schritte vorbereitet. Die Fläche innerhalb des Stahlrings wurde geschlossen und abgedichtet. Auf ihr können sich die ArbeiterInnen bewegen, wenn sie mit dem Aufbau der Gitternetzschale beginnen.

Dach über dem NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

November 2019

Raupenkran für die Montage des Stahldruckringes am Dach ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Erste Etappe Glasdach: Gigantischer Raupenkran hievt Stahldruckring in luftige Höhe

Das neue Glasdach über dem NR-Saal ist eine der wichtigsten Bauetappen der Sanierung und steht für Öffnung und Transparenz des Hauses. Nun starten die ersten Maßnahmen zur Errichtung. In einem logistischen Kraftakt werden vier 46.000 Kilo schwere Stahlringteile in die Höhe gehievt und dann auf dem Dach des NR-Saals zu einem Stahldruckring zusammengesetzt. Dieser dient in der Folge als Unterkonstruktion für die Glaskuppel. Notwendig ist ein eigener, 600 Tonnen schwerer Baukran, der die Stahlteile nach oben transportiert.

Oktober 2019

Neues Besucherzentrum ohne alte Pfeiler

Dem neuen Besucherzentrum steht nichts mehr im Wege. Die alten Pfeiler unterhalb der Säulenhalle wurden entfernt, sodass ausreichend Raum für den rund 900 m2 großen Besucherbereich samt Ausstellungsflächen entsteht.
Um sicherzustellen, dass keine historischen Strukturen beschädigt werden, überprüfen Sensoren jede noch so minimale statische Veränderung des Gebäudes und melden diese in Echtzeit an die Bauleitung.

Agora: Abbruch alter Pfeiler ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

September 2019

Elektroinstallationen ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Datenautobahn

Das Parlamentsgebäude erhält modernste Datenleitungen. Genialer Schachzug: Alle Installationen verlaufen im Boden, damit die denkmalgeschützen Wände nicht angegriffen werden müssen.

August 2019

Kein leeres Sommerkino

– sondern Holzrestaurierung im Bundesversammlungssaal! Stück für Stück erhält der Saal ein neues Antlitz!

Restaurierungsarbeiten im Historischen Sitzungssaal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Juli 2019

Abgerissenenes Couloir ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Hier bleibt kein Stein auf dem anderen!

Intensiv gearbeitet wird derzeit rund um den Nationalratssitzungssaal: Hier werden Wände und Decken hin zu den Wirtschaftshöfen abgebrochen, damit das neu errichtete Lokal I direkten Lichteinfall erhält.

Juni 2019

Vom Keller bis zum Dach

So lautet das Motto der Sanierung, denn die Zeit hat ihre Spuren im gesamten Haus und damit auch im Dach des Parlamentsgebäudes hinterlassen.
Das Originaldach wurde von Hansen in Anlehnung an ein römisch antikes Dach mit sogenannten Mönchs- und Nonnenziegeln nachgebildet. 1945 fast zur Gänze durch Bombentreffer zerstört, wurde es in den Folgejahren als Flickwerk wieder repariert. In den kommenden Monaten stehen rund 8.000 Quadratmeter zur Erneuerung an.

Blick auf das Parlamentsdach während der Kranfahrt ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Mai 2019

Abtransport der Sitzbänke aus dem Historischen Sitzungssaal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Letzte Vorbereitungen vor Denkmalpflege

Im historischen Sitzungssaal wird alles für die bevorstehenden Restaurierungs- und Reinigungsarbeiten vorbereitet. Bevor die Steinoberflächen und Malereien gereinigt und fallweise restauriert werden können, muss alles leer geräumt werden. Die bestehenden, historisch wertvollen Möbel werden abtransportiert. Sie werden nun gereinigt und saniert und kommen dann wieder an ihren angestammten Platz zurück.

Besucherrestaurant statt Dachboden

Im Dachbereich entsteht ein Restaurant inklusive 400 Quadratmetern Terrassenlandschaft samt Panoramablick, das auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird.
Zuerst müssen aber noch Stahlträger zur Verstärkung des Bodens eingezogen werden – der derzeitige Boden würde dem zu erwartenden Gewicht nicht standhalten. Im gesamten Dachbereich sind daher bereits die Vorarbeiten in vollem Gange.

Kranfahrt über das Parlamentsdach ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

April 2019

Blick in den NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Der Wiederaufbau des NR-Saals hat begonnen!

Die Decke für das neue Ausschusslokal 1 ist bereits betoniert.
In den nächsten Wochen wird der Saal immer weiter wachsen, bis dann am Ende das Glasdach errichtet werden kann.

März 2019

„Demokratie braucht Raum“

Am 19. März wurde die Publikation „Demokratie braucht Raum“ der Fachöffentlichkeit präsentiert.
Im Vorfeld fand ein Baustellenrundgang für FachjournalistInnen und ArchitektInnen statt.
Das Buch vermittelt die wesentlichen Grundlagen der laufenden Generalsanierung des österreichischen Parlamentsgebäudes anschaulich und gibt exemplarischen Einblick in das aktuelle Geschehen auf der Baustelle.

Gruppenfoto v. l. n. r. : BIG-Geschäfntsführer Wolfgang Gleissner, Buchautorin Andrea Schenk, Grafik Christine Klell, Buchautorin Gabriele Kaiser, Fotografin Hertha Hurnhaus, Lektorat Reinhard Deutsch ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Februar 2019

Bauarbeiten unter dem BV-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Stahlträger zur Unterfangung der Decke

Wesentlicher Dreh und Angelpunkt der Sanierung ist die Tragwerkskonstruktion für die neu geschaffenen Säle und Räume.
Die statischen Herausforderungen sind groß. Derzeit nimmt das Ausschusslokal unterhalb des Bundesversammlungssaal Form an.
In einem ambitionierten Baueingriff wurden Stahlträger zur Unterfangung der Decke eingefädelt.

Jänner 2019

Denkmalpflege: Sanierung der Kastenfenster

Rund 740 Kastenfenster werden thermisch und sicherheitstechnisch saniert. Die Fenster werden von Lackierungen befreit und wieder – wie im Originalzustand –mit Leinöl eingelassen. Die Qualität des über 130 Jahre alten kroatischen Eichenholzes, das mehr als 20 Jahre gelagert worden war, ist famos. Die Arbeiten an den Fenstern werden bis Ende 2020 dauern.

Arbeiten an den Fenstern ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Dezember 2018

Pallas Athene ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Erfolgreiches unfallfreies Arbeitsjahr geht zu Ende

Ein umfangreiches und erfreulicherweise unfallfreies Arbeitsjahr auf der Baustelle geht zu Ende, ein ebenso intensives Jahr steht bevor.
Rund 70 Prozent des gesamten Auftragsvolumens sind vergeben, das Projekt wird im Termin- und Kostenplan gesteuert.
Der Rückblick ins Jahr 2018 zeigt: wichtige Bauetappen, wie der Abbau von rund 40.000 Quadratmetern Bodenbelägen oder der Abbau des Glasdaches, konnten erfolgreich absolviert werden.
Für 2019 ist der Fahrplan fixiert: die Dachsanierung und der Einbau von vier neuen Hauptstiegenhäusern stehen an. Und dann natürlich das neue Glasdach über dem NR-Saal: Die statisch dafür notwendige Stahlkonstruktion wird im kommenden Jahr errichtet.

November 2018

Sicherungsmaßnahmen für das Fundament im Keller

Die Stabilität der Fundamente auf der gesamten Baustelle muss sichergestellt werden, um die bevorstehende Errichtung neuer Räumlichkeiten vorzubereiten.
Daher wird mittels Düsenstrahlverfahren (DSV) eine Betonmischung in das vorhandene Lehm- und Erdreich eingebracht.
Das verstärkt die Fundamente und ist damit notwendige Vorbereitung für die späteren Lasten, die getragen werden müssen.

Sicherungsmaßnahmen für das Fundament im Keller ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Oktober 2018

VeranstaltungsteilnehmerInnen ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Besuchermagnet Info-Point Bau.Stelle am 26.10.2018

Am Tag der offenen Tür hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an mehreren Orten über die Baustelle des Parlaments zu informieren. Eine kleine, feine Ausstellung im Info-Point Bau.Stelle lud dazu ein, das Sanierungsprojekt besser kennenzulernen. Und auf zwei großen Videoleinwänden vor dem historischen Parlamentsgebäude und am Josefsplatz wurden Impressionen des Baugeschehens gezeigt. Das Interesse und der Andrang waren enorm!

September 2018

Meilenstein Sanierung: Dach über dem NR-Saal offen

Ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg ins neu sanierte Hohe Haus ist geschafft: In den vergangenen Wochen wurde das Glasdach über dem Nationalratssitzungssaal Stück für Stück abgetragen. Neben Regenwasser, das bereits auf die Sitzreihen tropfte, war die Dachkonstruktion des Parlaments auch punkto Tragfähigkeit bereits an ihren Grenzen. Die Erneuerung des Daches ist somit zentraler Teil des Sanierungsprojekts!
Und: die Projektorganisation wurde mit 1. September angepasst: die BIG übernimmt das Baumanagement.

Geöffnetes Dach des NR-Saales ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

August 2018

Vorbereitungsarbeiten für die Dachöffnung ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Letzte Vorbereitungen

Die letzten Vorbereitungen zur Dachöffnung laufen! Mehrere Monate lang wird das Dach über dem NR-Saal geöffnet sein und der Saal ist damit Wind und Wetter ausgesetzt. Um Schäden zu vermeiden, wird der gesamte Bereich mit Schutzmaterialien ausgekleidet und Regenwasser wird durch ein eigenes Drainagensystem abgeleitet.

Juli 2018

Figurenschmuck wandert in die Werkstätte

44 Attikafiguren werden in den nächsten Wochen vom Dach abgehoben und dann in die Restaurierungswerkstätte der Firma Zottmann in Wien gebracht. Dort werden sie eingehend untersucht und gegebenenfalls restauriert. Nach dem Ende der Sanierung kehren sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.

Abtransport der Attikafiguren mittels Baukran ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner
Säulenhalle ©Parlamentsdirektion /
Thomas Topf

Säulenhalle verkabelt

In der Säulenhalle wird derzeit mittels feinster Verkabelung und eigenen Aufnahmegeräten jede thermische Bewegung des Gebäudes gemessen und aufgezeichnet. Dies, um Informationen für die später notwendigen statischen Arbeiten zu erhalten, wenn beispielsweise unter der Säulenhalle ausgebaut wird und die Decken abgestützt werden müssen. Etwa 8 Millimeter thermische Bewegung werden jeden Tag registriert!

Juni 2018

Adler hebt ab!

Heute wurde der Wappenadler aus dem Nationalratssitzungssaal abtransportiert. Dazu wurde die Stahlskulptur noch an der Wand auseinandergeschraubt und in seine vier ursprünglichen Teile zerlegt, verpackt und mittels Kran über den Balkon auf der Schmerlingplatzseite ins Freie gehievt.

Abtransport des Wappenadlers im Nationalratssitzungssaal. ©Parlamentsdirektion / Bernhard Zofall
Gerüst im NR-Saal zur Entfernung des Zwischenglasdachs. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Lichtblicke

Die Zwischendecke im Nationalratssaal wurde entfernt und es eröffnen sich erste zaghafte Lichtblicke durch die Gitterstäbe des Plateaugerüsts hinauf zum Himmel. Die Spannung steigt: bis zur Dachöffnung dauert es nur noch wenige Wochen!

Mai 2018

Sobotka besucht Baustelle

Am 8. Mai hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka die Baustelle besucht und den beteiligten Firmen und deren MitarbeiterInnen einen unfallfreien Verlauf gewünscht. Durschnittlich sind in der jetzigen Phase an die 200 Personen im Einsatz und die Baumeisterarbeiten sind in vollem Gange.

Von links: Wolfgang Fürhauser, Wolfgang Makovec, Josef Pein, Parlamentsvizedirektor Alexis Wintoniak, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (V), Christoph Freiler, Harald Wagner, Wolfgang Schubert, Bernhard Kazda ©Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen
Demontage der Luster ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Licht aus im historischen Gebäude

Ab Mai wird das Parlament mit Baustellenstrom versorgt. Die derzeitigen Leitungen werden abgedreht. Passenderweise zeitgleich läuft die Demontage aller Beleuchtungskörper. Die historisch wertvollen Luster und Leuchten werden gereinigt und restauriert und kommen dann im sanierten Parlament wieder zum Einsatz. Die Palette ist vielfältig: Sie reicht von der schlichten Deckenbeleuchtung bis zum prachtvollen Zwei-Meter-Luster von Theopil Hansen, von der einfachen Notbeleuchtung bis zur Hängeleuchte aus Glasprismen und oktagonalen Glaskugeln von Fellerer und Wörle.

April 2018

Aufbau erster Baukran

Der erste von insgesamt vier Baustellenkränen vor dem Parlamentsgebäude wurde am 16.04.2018 aufgestellt. Der Kran wird beim Materialtransport, Aushub und den Dacharbeiten zum Einsatz kommen. Um stattliche 52 Meter überragt die Konstruktion damit das Hohe Haus, das an seiner höchsten Stelle immerhin 33 Meter aufweist.

Aufbau des ersten Baukrans Rathausplatzseite. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner
Gerüst zur Demontage der Holzvertäfelung im NR-Saal. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Baugerüst im Nationalratssitzungssaal

Derzeit wird im gesamten Nationalratssitzungssaal ein Baugerüst auf mehreren Etagen errichtet. Schritt für Schritt wird dann die Wandverkleidung aus Holz abgenommen, denn hier werden wichtige bauliche Eingriffe stattfinden: der Boden wird abgeflacht, damit er barrierefrei zugänglich ist. Außerdem wird die Lichtzwischendecke herausgenommen. Ein neues Glasdach eröffnet dann den Blick nach oben. Bei der Sanierung wird aber darauf Wert gelegt, dass der Saal in seinem Wesen erhalten bleibt, denn er blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1945 wurde der Saal durch Bombentreffer vollkommen zerstört. Nach Plänen der Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle erfolgte im Jahr 1956 die Fertigstellung in der heutigen Gestalt.

Baucontainer am Vorplatz

Die Container vor dem Parlamentsgebäude werden in den nächsten Tagen (Anfang April) als Baubüros eingerichtet. In zwei Wochen soll dann die zweite Tranche angeliefert werden, der erste Kran wird errichtet und die Attikafiguren am Dach sollen abgebaut werden. Im Inneren des Hauses finden gerade die Demontagearbeiten statt: alle Luster werden abmontiert, gereinigt und in ein Zwischenlager transportiert. Nach der Sanierung kehren sie dann wieder in das Parlamentsgebäude an ihren angestammten Platz zurück.

Infopoint Bau.Stelle und Baucontainer am Vorplatz. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

März 2018

Abbau Fahnenmast. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Errichtung Containerburg

Am 26.03.2018 hat der Aufbau der Container vor dem Parlamentsgebäude begonnen. In den nächsten Tagen werden 57 Container angeliefert und vor dem Gebäude aufgebaut. Die zweite Tranche folgt Mitte April. Wenn alles fertig ist, wird die Containerburg aus 114 Container bestehen und 3 Geschoße zu je 2,5m hoch sein. In den Containern sind dann die Büroarbeitsplätze für die Örtliche Bauaufsicht und die Arbeiter angesiedelt.

Demontage Fahnenmasten (19.03.-25.03.2018)

Die Arbeiten am Bauzaun laufen auf Hochtouren. Die Gebäudeseite zum Schmerlingplatz ist bereits vollständig geschlossen. Ein mobiler Kran baut die Fahnenmasten vor dem Parlamentsgebäude ab. Dafür müssen die Einzelteile des Mastes demontiert werden, bevor sie der Kran abheben kann. Aber zuallererst wird der Adler, er besteht aus mit Blattgold beschichtetem Metall, abmontiert. Keine leichte Angelegenheit: er wiegt an die 150 Kilo! Immer noch deutlich weniger als der Kran: der ist 100 Tonnen schwer!

Februar 2018

Bauzaun beginnt

Am 19.02.2018 wird mit der Errichtung des Bauzauns begonnen. Der Bauzaun umfasst insgesamt rund 700 Laufmeter rund um das gesamte Gebäude. Er besteht aus ca. 1.500m² Trapezblech, ca. 400 Stück Betonsockel und 400 Holzstehern. 10 Arbeiter sind damit betraut, den Bauzaun bis Mitte April fertig zu stellen und die Baustelle vollständig zu schließen. Für die Zu- und Abfahrt zur Baustelle sind eigene Tore vorgesehen.

Jänner 2018

Schutzmaßnahmen

Das Parlamentsgebäude wird im Inneren zum Teil mit Schutzwänden aus Holz verkleidet. Dies dient dazu, die wertvollen Oberflächen, Wandmalereien und Türstöcke, die allesamt unter Denkmalschutz stehen, vor Beschädigungen im Zuge der Sanierungsarbeiten zu schützen. Die langen Gänge werden als Transportwege für Maschinen und Baumaterial dienen.

Dezember 2017

Untersuchung der Attika-Statuen auf dem Dach

In schwindelerregender Höhe begutachten am 21.12.2017 Restauratoren der Firma Klaus Wedenig aus Königshof/Niederösterreich den Figurenschmuck auf dem Dach. Es soll der Zustand der insgesamt 44 Statuen aus Laaser Marmor und des übrigen Figurenschmucks eruiert werden, um deren sichere Abnahme zu gewährleisten.
Im April sollen die Figuren dann behutsam abgenommen und je nach Zustand restauriert werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten kehren sie wieder an ihren angestammten Platz auf dem Dach zurück.

Vergabe der Baumeisterarbeiten genehmigt

Am 14.12.2017 genehmigt der Aufsichtsrat der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H. (PGSG) die Vergabe der Baumeisterarbeiten. Die Bietergemeinschaft Porr/Pittel+Brausewetter soll die Baumeisterarbeiten durchführen.
Gleichzeitig mit der Zuschlagsentscheidung für die Baumeisterarbeiten hat der Aufsichtsrat eine Änderung des Terminplans für das Sanierungsprojekt zur Kenntnis genommen. Dementsprechend wird die Projektdauer um acht Monate von Juli 2020 auf März 2021 erstreckt.

Verpflanzung der Buchen um das Parlamentsgebäude. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Hainbuchen wandern ins Zwischenquartier

Am 11.12.2017 werden 24 Hainbuchen, die rund um das Parlamentsgebäude wachsen, umgepflanzt und in ein Zwischenquartier transportiert. Das ist zum Schutz der Bäume notwendig, denn die Außenarbeiten zur Einrichtung der Baustelle sind in vollem Gange. Nach Abschluss des Sanierungsprojekts werden die Bäume im Zuge der Neugestaltung des Umfelds des Gebäudes zurückkehren und wieder eingepflanzt.

September 2017

Ein Stück Demokratiegeschichte ersteigern

Im Rahmen einer Online-Auktion des Dorotheums werden einzelne Möbelstücke, die keine weitere Verwendung finden, versteigert. Der Zuspruch ist enorm: 208.160 Euro werden eingespielt, der Reinerlös fließt in das Bundesbudget.

Abtransport eines Sessels ©Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

August 2017

Bautafel an der Ringstraße. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Baustelleneinrichtung und Logistik beginnt

Am 28.08.2017 wird das historische Parlamentsgebäude von der Parlamentsdirektion an die ÖBA (örtliche Bauaufsicht) übergeben. Seit diesem Datum liegen das Gebäudemanagement, die Einrichtung der Baustelle und die Logistik vor Ort in den Händen der örtlichen Bauaufsicht. Die Bautafel wird errichtet! Nächste Schritte sind die Abbauarbeiten im Gebäude.

Nach dem Ende Juni erfolgten Widerruf der Ausschreibung der Baumeisterarbeiten sind die Verhandlungen mit den Anbietern derzeit im Gange. Ziel ist die Einhaltung der festgelegten Kostenobergrenze.