Bautagebuch

November 2022

Führungen im Parlament
© Thomas Topf / Parlamentsdirektion

Öffentliche Führungen starten wieder

Öffentliche Führungen durch das frisch renovierte Parlamentsgebäude an der Ringstraße starten wieder ab 16. Jänner 2023.

Gruppenanmeldungen für diese Architekturführungen sind bei unseren Mitarbeiter:innen des Besucher:innenservice möglich. Das Parlamentsgebäude wird nun bis zur feierlichen Wiedereröffnung am 12. Jänner für den parlamentarischen Betrieb vorbereitet. Übersiedlungen, technische Vorbereitungen und Proben aller Abläufe stehen bevor. 

Für Informationen und Anmeldung zu Führungen stehen Ihnen die Mitarbeiter:innen des Besucher:innenservice von Montag bis Freitag zwischen 9 Uhr und 15 Uhr unter +43 1 401 10-2400 bzw. besucherservice@parlament.gv.at zur Verfügung.

Oktober 2022

Parlamentssanierung in finaler Phase: Inbetriebnahme steht bevor

Nach fast fünf Jahren Bauzeit geht die Sanierung des Parlamentsgebäudes in die finale Phase über. Das Parlament wird nun bis zur Wiedereröffnung am 12. Jänner für den parlamentarischen Betrieb vorbereitet. Übersiedlungen, technische Vorbereitungen und Proben aller Abläufe stehen bevor. Die Nationalratspräsident:innen Wolfgang Sobotka, Doris Bures und Norbert Hofer sowie Bundesratspräsidentin Korinna Schumann dankten anlässlich des Starts der Inbetriebnahme all jenen Personen, die mit ihrer Arbeit auf der Baustelle zur Sanierung des historischen Parlamentsgebäudes beigetragen haben.

Über 100 Gewerke aus ganz Österreich wirkten bisher an der Sanierung des Parlaments mit. Vom Dach aus dem Burgenland über Möbel aus der Steiermark bis zum Wappenadler, der durch die Arbeit einer oberösterreichischen Metallwerkstatt wieder in altem Glanz erstrahlt, waren großteils heimische kleine und mittelständische Betriebe am Werk. Unterschiedlichste Arbeiten fanden an den verschiedenen Orten im Gebäude gleichzeitig statt. So waren etwa Maurer:innen und Baggerfahrer:innen mit Abbrucharbeiten im Nationalratssaal beschäftigt, während an anderen Stellen im Haus Tischler:innen an Fenstern und Türen arbeiteten oder sich Restaurator:innen sorgfältig um denkmalgeschützte Figuren und Oberflächen kümmerten. In Spitzenzeiten waren bis zu 550 Arbeiter:innen gleichzeitig auf der Baustelle beschäftigt. Manche verbrachten ihre ersten Lehrjahre auf der Parlamentsbaustelle, für andere war es das letzte Projekt vor der Pension.

Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka sprach allen Beteiligten großen Dank und Respekt aus. „Die Arbeiterinnen und Arbeiter haben eine Meisterleistung erbracht“, so Sobotka. Der Nationalratspräsident dankte auch seinen Kolleg:innen im Präsidium Doris Bures und Norbert Hofer und der amtierenden Bundesratspräsidentin Korinna Schumann sowie allen Parlamentsparteien, die den Beschluss mitgetragen haben, das Haus am Ring zu sanieren. Er nutzte den Anlass auch, um der verstorbenen Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zu gedenken, unter deren Präsidentschaft im Jahr 2014 der einstimmige Beschluss zur Sanierung zustande kam. „Prammer wäre heute stolz auf das Erreichte“, so Sobotka.

Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures blickte anlässlich des Starts der Inbetriebnahme in die Zukunft: „Das modernisierte Parlamentsgebäude soll und wird hoffentlich auch einen neuen Impuls für zeitgemäßen, zivilisierten und respektvollen demokratischen Diskurs ausstrahlen.“

All jenen, die mit ihrer Arbeit das Gebäude fit für die Zukunft gemacht haben, dankte Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer. „Nach mehreren Jahren Sanierungsarbeit öffnet das Parlament schon bald seine Tore. An der Verwirklichung der Sanierung haben zahlreiche Menschen mitgewirkt. Heute möchten wir vor allem den vielen Handwerkerinnen und Handwerkern, die fünf Jahre lang an den Renovierungsarbeiten beteiligt waren, unseren Dank aussprechen. Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Sanierung so gelungen ist. Daher gebührt ihnen unsere vollste Anerkennung“, so Hofer.

Dankbarkeit und Vorfreude äußerte auch Bundesratspräsidentin Korinna Schumann: „Wir bedanken uns bei den vielen Handwerker:innen und Arbeiter:innen für die erfolgreiche Sanierung des ehrwürdigen Parlamentsgebäudes am Ring. Gemeinsam werden wir an diesem Ort die Zukunft Österreichs gestalten. Ganz besonders freut es mich, dass der Bundesrat endlich wieder die Möglichkeit hat, seinen eigenen Saal zu nutzen.“

Dass die Parlamentsdirektion nach fünf Jahren nun wieder das Parlamentsgebäude übernimmt, sei ein großer Meilenstein, betonte Alexis Wintoniak, Parlamentsvizedirektor und Generalbevollmächtigter für die Sanierung, in seinen Begrüßungsworten im Rahmen einer Veranstaltung zum Dank an alle Baufirmen und Arbeiter:innen. Er sprach allen Beteiligten großen Dank dafür aus, wie weit das Projekt bereits gekommen ist. Es sei aber noch nicht am Ziel. „Gemeinsam können wir stolz auf das Erreichte sein, gemeinsam wollen wir auch den erfolgreichen Abschluss schaffen“, so der Parlamentsvizedirektor.

Über Besonderheiten und Herausforderungen sprach Wintoniak auch mit dem Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) Wolfgang Gleissner, Generalplaner András Pálffy von Janornegg & Pálffy Architekten, Robert Wendl von der Werner Consult – Wendl ZT GesmbH, die als Örtliche Bauaufsicht fungierte, und BIG-Pressesprecherin Lucia Malfent.

Für Wintoniak war der Konsens aller Parteien über das gesamte Sanierungsvorhaben hinweg das Besondere an diesem Projekt. Ein solches Einvernehmen sei nicht selbstverständlich. Auch für Gleissner stellt die Parlamentssanierung ein besonderes Projekt dar. „Die Dimension und die Komplexität des Vorhabens zeigten sich sehr schnell. Ein historisch wertvolles, denkmalgeschütztes Gebäude mit allen heutigen Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit oder Energieeffizienz in Einklang zu bringen, erfordert hohe Sensibilität und Kompetenz“, so der BIG-Geschäftsführer. „Dass die Sanierung unter den von der Corona-Pandemie und ihren Begleiterscheinungen erschwerten Bedingungen bisher so gut gelungen ist, bestätigt den Einsatz und das Engagement aller Beteiligten. In kontinuierlicher und konstruktiver Zusammenarbeit mit der Parlamentsdirektion führen wir das Herzstück der Demokratie erfolgreich – mehr als herzeigbar – in die Zukunft“, zeigte sich Gleissner erfreut.

Freude über das Erreichte äußerte auch Generalplaner András Pálffy. Es sei ein intensives Projekt, das aufgrund des historischen Bestands auch zahlreiche Überraschungen und Herausforderungen mit sich gebracht habe. Für Robert Wendl von der Örtlichen Bauaufsicht zeigt ein Blick auf die verrechneten Arbeitsstunden, wie herausfordernd die Sanierung bisher war. Rund 2,5 Mio. Arbeitsstunden wurden geleistet, um das Gebäude fit für die Zukunft zu machen. Weil das Parlament ein bedeutendes Symbol der Republik sei, sei naturgemäß das öffentliche Interesse an der Sanierung groß gewesen, betonte BIG-Pressesprecherin Lucia Malfent. In der Kommunikation sei es daher wichtig gewesen, kontinuierlich über die Baufortschritte zu informieren.

Die Parlamentsdirektion hat das Gebäude am 11. Oktober 2022 von den mit dem Projektmanagement betrauten Unternehmen übernommen und startet nun mit der Inbetriebnahme, die weiterhin von der Bundesimmobiliengesellschaft und der Örtlichen Bauaufsicht begleitet wird. 

Von links: Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ), Bundesratspräsidentin Korinna Schumann (SPÖ), Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP), Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), Geschäftsführer Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H Wolfgang Gleissner

August 2022

Sitzbänke im Historischen Sitzungssaal
© Parlamentsdirektion/Michael Buchner

Die historischen Möbel kehren zurück!

Nachdem sie verpackt, abtransportiert und gründlich restauriert wurden, kehren die historischen Möbel langsam wieder an ihre angestammten Plätze im Hohen Haus zurück. 135 hölzerne Sitzbänke mit Pölstern und Lederbezug werden im Bundesversammlungssaal neu montiert. Beim Mobiliar des Saales handelt es sich noch um die originalen Möbel aus der Zeit der Entstehung des Parlamentsgebäudes!

Vor der Anlieferung der historischen Bänke wurde der komplette Parkettboden im Saal restauriert. Jedes Brett erstrahlt nun in altem Glanz! Auch die Teppiche wurden vor Anlieferung der Möbel neu verlegt. Der Abschluss der Montage aller historischen Sitzbänke und Sessel erfolgt mit Ende August.

Juli 2022

Niederländisches Königspaar zu Gast im sanierten Parlament

Im Rahmen ihres dreitägigen Besuchs in Österreich besichtigten sie das historische Parlamentsgebäude am Ring.

König Willem-Alexander und Königin Máxima der Niederlande besichtigten am 27. Juni 2022 Im Rahmen ihres dreitägigen Besuchs in Österreich das historische Parlamentsgebäude am Ring.

Es sei eine große Ehre, das Königspaar im Herz der Demokratie begrüßen zu dürfen, betonte die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures. Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und den Niederlanden seien etwas ganz Besonderes. Bures zeigte sich erfreut, dass König Willem-Alexander und Königin Máxima auch persönlich viel mit Österreich verbinde, und sprach etwa deren traditionelle Urlaube im Land an. Auch die enge Zusammenarbeit im Rahmen der internationalen parlamentarischen Kooperation unterstrich die Zweite Nationalratspräsidentin.

Das niederländische Parlament wird derzeit ebenso wie das österreichische saniert. König Willem-Alexander zeigte sich daher interessiert an den Erfahrungen und der Logistik der Sanierung. Bures berichtete von der Herausforderung, einen selbstbewussten und starken Parlamentarismus auch in einem Ausweichquartier aufrechtzuerhalten. Im Anschluss an das Gespräch führte die Zweite Präsidentin gemeinsam mit dem Generalbevollmächtigten für die Sanierung Parlamentsvizedirektor Mag. Alexis Wintoniak das Königspaar durch Räumlichkeiten des historischen Parlamentsgebäudes.

Besuch der Parlamentsbaustelle. Von links: Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ), S.M. König Willem Alexander mit I.M. Königin Maxima von Oranje-Nassau. © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Juni 2022

Die historischen Lampen und Luster sind nun mit modernster LED-Technik ausgestattet © Johannes Zinner/Parlamentsdirektion

Parlamentsgebäude erstrahlt in neuem Licht!

Seit Anfang des Jahres 2022 befindet sich das historische Parlamentsgebäude parallel zur Fertigstellung in der Inbetriebnahmephase.

In den fertiggestellten Sektoren des Hauses wird u. a. die Lichttechnik an die unterschiedlichen Erfordernisse angepasst. Alle Beleuchtungskörper im Haus wurden während der Sanierungsarbeiten auf LED-Technik umgestellt, was eine Verringerung beim Verbrauch an Leuchtmitteln und eine Kostenersparnis beim Energieverbrauch mit sich bringen wird!

In den Licht-, Glasdesign- und Metallbauwerkstätten im niederösterreichischen Ramingdorf bei Behamberg wurden ca. 500 historische Luster und Leuchten aus dem Parlamentsgebäude restauriert und mit aktueller LED-Leuchtmitteltechnik ausgestattet. Die Lampen und Luster sind nun wieder an ihren angestammten Plätzen im Parlament angebracht.

Insgesamt gibt es im Gebäude 106 von Hansen entworfene Luster. Im Bundesratssitzungssaal befinden sich zwei von Hansen entworfene Radluster mit drei Meter Durchmesser mit je 30 Lampen mit LED-Technik.

In den ersten Jahrzehnten nach der Eröffnung des Hauses wurden die Luster und Lampen mit Gas betrieben. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Lichttechnik elektrifiziert.

Vor der Sanierung wurden jährlich rund 2.100 Leuchtmittel verbraucht. Das Testen der Beleuchtung ist naturgemäß in erster Linie während der Nachtstunden möglich, daher ist das Hohe Haus an der Ringstraße oft hell erleuchtet.

Mai 2022

Letzte Handgriffe im historischen Sitzungssaal

Im Bundesversammlungssaal, in dem zu Beginn des Jahres 2023 der Bundespräsident angelobt wird, werden letzte denkmalpflegerische Arbeiten durchgeführt. Während die an antike Hermen erinnernden Stützfiguren noch verhüllt sind, glänzt der Parkettboden bereits in neuer Pracht.

Im gesamten Gebäude schreiten die Sanierungsarbeiten weiter zügig voran und es wird Raum für Raum fertig gestellt. In einigen Bereichen erfolgt schon die Endreinigung und Möblierung. Das zukünftige Besucherzentrum konnte von der BIG bereits an das Atelier Brückner übergeben werden, hier wird bereits fleißig an der Ausstellungsgestaltung gearbeitet. Die Außenarbeiten im Bereich Reichsratsstraße sind schon zu 95% fertig, die gesamte Fassadensanierung ist abgeschlossen und der neu restaurierte Brunnen vor dem Gebäude wird befüllt.

Auch die Sanierung der Nebengebäude geht zügig voran. Die Hansenstraße wurde im April bereits von Dienst 7 und dem NEOS-Klub besiedelt, die Arbeiten an den Häusern in der Reichsratsstraße werden mit Ende Mai fertig gestellt.

Historischer Sitzungssaal mit verstärktem Abgang © Michael Buchner

April 2022

Blick auf das Parlamentsgebäude während der Montage des Fahnenmastes © Parlamentsdirektion/Michael Buchner

Die Fahnenmasten stehen wieder vor dem Hohen Haus

Der Bauzaun in der Reichsratsstraße, in der Stadiongasse und am Schmerlingplatz ist schon weitgehend abgebaut, die Außengestaltung ist in diesen Bereichen schon fortgeschritten. Die Statue der Pallas Athene wurde gründlich restauriert und strahlt in neuem Glanz.

Die beiden hohen Fahnenmasten, deren Beflaggung signalisiert, dass im Haus eine Sitzung stattfindet, sind wieder auf ihren angestammten Plätzen verankert. Jetzt werden die vier Rossebändiger, die Symbole für die Bezähmung der politischen Leidenschaften, auf ihren Sockeln restauriert.

Und auch die Gruppe der Geschichtsschreiber versteckt sich unter Planen. Die vier Griechen, Herodot, Xenophon, Polybios und Thukydides, sowie die Lateiner – Cäsar, Livius, Sallust und Tacitus – werden in einigen Wochen in neuem Glanz erstrahlen.

März 2022

Die Pallas Athene ist wieder sichtbar

Nachdem die Statue der Göttin der Weisheit in den vergangenen Monaten für Wartungsarbeiten verhüllt war, ist sie jetzt wieder vor dem Parlament zu sehen.

Die Pallas Athene und die anderen Brunnenfiguren wurden großflächig gereinigt. Teilweise wurden auch bildhauerische Rekonstruktionen vorgenommen, etwa bei den Fingern einzelner Statuen. Der Brustpanzer und der Helm der Pallas Athene sowie die Statue der Nike, die sie in der rechten Hand hält, wurden neu vergoldet.

Im Zuge der Reinigung wurden auch Pflanzen und Korrosionsschäden entfernt und Fugen geschlossen. Der Brunnen war teilweise undicht und wurde daher abgedichtet.

Mit den Maßnahmen wurden die Lebensdauer der ikonischen Statue und des Brunnens verlängert und ihr Zustand verbessert. Es handelte sich um eine erweiterte Wartung und Pflege. Eine grundlegende Sanierung war nicht notwendig, weil das bereits in den Jahren 2003 bis 2005 erfolgt ist.

Die 5,5 Meter hohe Statue der Pallas Athene wurde 1902 errichtet. Der Architekt des Parlamentsgebäudes, Theophil Hansen, war zu dieser Zeit bereits verstorben. Der Bildhauer Carl Kundmann orientierte sich aber genau an Hansens Plänen. Die Pallas Athene hält in ihrer rechten Hand die Siegesgöttin Nike und in ihrer linken Hand einen Speer. Links und rechts von ihr sitzen allegorische Darstellungen der Ausübenden Gewalt und der Gesetzgebenden Gewalt, was die Gewaltentrennung zwischen Parlament und Vollziehung unterstreichen soll.

Weitere Informationen:

Zur Geschichte der Pallas Athene (https://www.parlament.gv.at/GEBF/ARGE/PARLAUSZEN/vonRingstrasze/)

Pallas Athene © Parlamentsdirektion/Michael Buchner

Februar 2022

Abtransport der Baucontainer links – Blick auf das Parlamentsgebäude © Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Noch versteckt

Noch versteckt sich das sanierte Parlamentsgebäude hinter einer Wand aus Baucontainern. Aber bald wird der Blick von der Ringstraße auf das Hohe Haus wieder frei. Mit Mitte Februar wurde mit dem Abbau der Container auf der linken Seite des Parlamentsgebäudes begonnen. Und demnächst werden auch die Container auf der anderen Seite demontiert und abtransportiert.

Die bisher in diesen Containern untergebrachten Büros der Örtlichen Bauaufsicht, der Baumeister, der Bundesimmobiliengesellschaft und der Baufirmen werden auf Minimalflächen reduziert und in anderen Räumen untergebracht. Dann kann auch die Gestaltung der Außenflächen fortgesetzt werden.

Dezember 2021

Jahresbilanz 2021: Ein Entwurf nimmt Gestalt an

Auch im Jahr 2021 stand die Sanierung vor großen baulichen und pandemiebedingten Herausforderungen, konnte aber nach dem Krisenjahr 2020 wieder volle Fahrt aufnehmen und wesentliche Etappen wurden erfolgreich absolviert.

Das Jahr stand ganz im Zeichen der Rückkehr von altbekannten Begleitern: die Attikafiguren kehrten aufs Dach zurück und im NR-Saal wurde die Wandvertäfelung wieder angebracht. Das beflügelnde Highlight des Jahres war die Rückkehr des Wappenadlers an die Stirnseite des NR-Saales.

Generell sind die Arbeiten im Herzstück der Sanierung, dem Sitzungssaal des Nationalrates bereits sehr weit fortgeschritten. Die Bänke wurden montiert, die Teppiche verlegt und auch die Technik ist schon weitgehend errichtet. Auch im Dachrestaurant, im Besucherzentrum und in den Ausschusslokalen wurden beachtliche Fortschritte erzielt. Vom Keller bis zum Dach wird sichtbar, dass der Entwurf der Architekten Zug um Zug Gestalt annimmt!

Im Jahr 2022 stehen noch kleinere bauliche Arbeiten an, bevor dann die Phase der technischen Inbetriebnahme startet.

Und besonders wichtig: auch im Jahr 2021 verlief die Baustelle unfallfrei!

Blick in den NR-Saal © Parlamentsdirektion / Thomas Topf

November 2021

Eingebaute Bänke im neuen Parlamentsrestaurant
Das neue Parlamentsrestaurant entsteht ©Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Speisen unterm Dach

Im Dachgeschoß entsteht ein neues, öffentlich zugängliches Restaurant. Die Arbeiten daran sind weit fortgeschritten, die Möbel zum Teil schon eingebaut. Ende des Jahres soll der Innenausbau im gesamten Gebäude weitgehend abgeschlossen sein. Danach läuft die Inbetriebnahmephase samt Probebetrieb.

Oktober 2021

BesucherInnenzentrum nimmt Gestalt an

Das rund 1.500 m2 große BesucherInnenzentrum wird insgesamt drei Säle umfassen: die Agora, das Auditorium und das Demokratikum. In der Passage vor der Agora bietet ein Gebäudemodell mit einem vorgelagerten durchsichtigen Screen einen digitalen Blick auf die Veränderungen des Gebäudes in den vergangenen Jahrzehnten.

Direkt in der Agora findet sich an vier jeweils 4,5 Meter langen Wandstationen ein Überblick über die Geschichte der Demokratie in Österreich. Zusätzlich bietet ein 4,5 Meter langer Medientisch umfangreiche Vertiefungsmöglichkeiten zur Demokratiegeschichte. Auf der gegenüberliegenden Saalseite finden sich ebenfalls vier Wandstationen. Unter dem Motto „Unsere Demokratie“ finden sich hier zahlreiche Kurzvideos, in denen BürgerInnen ihre Wünsche und Gedanken zu Demokratie und Politik äußern. Auch über die Themen „Zivilgesellschaftliches Engagement“ oder „Demokratische Ideen“ wird hier informiert und zusätzlich alle ParlamentarierInnen präsentiert. Der Medientisch „Parlament“ erläutert Begriffe und Abläufe im Parlament, während zwei Infowürfel mit integriertem Umrissmodell einen Überblick über die aktuellen Angebote im Parlament verschaffen.

Der Saal „Auditorium“ bietet zukünftig die Möglichkeit für Veranstaltungen sowie Pressekonferenzen und ist mit einer rund 13 m2 großen LED-Wand ausgestattet. Zur Stärkung der Medienkompetenz der BesucherInnen dienen hier Medientische mit vertiefenden Informationen zu den Themen „Parlament in der Mediengesellschaft“, „Medien und Meinungsfreiheit“ bzw. „Demokratie & Medien im 21. Jahrhundert“.

Der Saal „Demokratikum“ widmet sich der multimedialen Darstellung des Werdegangs von Gesetzen, der Gewaltenteilung, der Kontroll- sowie der Beteiligungsmöglichkeiten. An einem Quiztisch können Kinder und Erwachsene in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ihr Wissen u.a. zu den Themen Parlament, Wahlen oder Gesetze testen. Zusätzlich können BesucherInnen hier aus Fragen wählen, die von PolitikerInnen mittels Videobotschaft beantwortet werden.

Die Agora ist der zentrale Ort im BesucherInnenzentrum. Sie dient BesucherInnen als Begegnungsraum und ist Ausgangspunkt für alle Wege im Parlamentsgebäude. Großformatige Wandgrafiken und interaktive Elemente begleiten zukünftig diesen Raum
Neues BesucherInnenzentrum / Agora ©Parlamentsdirektion / Atelier Brückner

September 2021

Blick in den Nationalratssitzungssaal mit eingebauten Abgeordnetenbänken
Blick in den Nationalratssitzungssaal mit eingebauten Abgeordnetenbänken ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Neue Bänke

Im Nationalratssitzungssaal sind die neuen Abgeordnetenbänke großteils eingebaut. Weil rundherum noch gewerkt wird, sind die Möbel abgedeckt. Das Plenum ist aber schon klar erkennbar. Damit es barrierefrei ist, wurde es stark abgeflacht.

August 2021

Gelandet

Der Wappenadler ist ins historische Parlamentsgebäude zurückgekehrt. Er wurde zuvor in einer Werkstatt in Oberösterreich sorgfältig restauriert. Nun wurde er in vier Teilen angeliefert und wieder an der Stirnseite des Nationalratssitzungssaales montiert.

Montage des Adlerkopfteiles
Montage des Adlerkopfteiles ©Parlamentsdirektion/Michael Buchner
Blick vom Ring auf das Parlamentsgebäude. Im Vordergrund der Infopoint. Bau.Stelle
Parlamentsgebäude mit Infopoint Bau.Stelle ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Geschlossen

Der Info.Point.Bau.Stelle vor dem historischen Parlamentsgebäude schließt ab 15. August 2021, da in der Endphase der Sanierung die Räumlichkeiten für die Baustelleninfrastruktur benötigt werden. Interessierte können sich dort in einer Aus­stellung noch bis inklusive Sams­tag, 14. August 2021, über die Re­novierung des Gebäudes informieren. Die Aus­stellung zeigt alle relevanten Informationen des Sanierungs­projekts: vom Werde­gang über den bisherigen Ver­lauf bis zur weiteren Planung. Der Infopoint ist von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Juli 2021

Abbau

Die Parlamentsbaustelle geht in die nächste Etappe: Da die vier Baukräne nicht mehr benötigt werden, werden diese nacheinander abgebaut. Im Herbst wird der Blick auf das Haus auf der Ringstraße dann wieder ganz ohne Kräne möglich sein.

Ausleger des Baukrans wird abgebaut und zu Boden transportiert.
Abbau des Baukrans ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Sommer 2021

Dachlandschaft des historsichen Parlamentsgebäudes von oben gefilmt ©Parlamentsdirektion

Ein Blick von oben gefällig?

Die Parlamentsbaustelle ist mit der neuen Glaskuppel und der Sanierung von rund 8.000 Quadratmetern Dachfläche auch aus luftiger Höhe sehenswert.

Mai 2021

Parlament ist Leuchtturmobjekt der Rad-Trophy „passathon – RACE FOR FUTURE 2021“

Das historische Parlamentsgebäude ist eines von 540 Klimaschutzobjekten, die im Rahmen des „passathon – RACE FOR FUTURE“ per Rad erkundet werden können. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat auf der Baustelle die Plakette für die Aktion von Initiator Günter Lang entgegengenommen.

„Ich bin stolz darauf, dass das Parlament mit der ‚passathon-Plakette 2021‘ ausgezeichnet wurde“, sagte der Nationalratspräsident bei der Übergabe. Bei der umfangreichen Sanierung des historischen Gebäudes am Ring seien bereits seit Beginn der Umbauarbeiten zahlreiche Maßnahmen punkto Nachhaltigkeit und Umweltschutz umgesetzt worden. „Gerade im Parlament müssen wir hier ein klares Vorbild sein. Mir ist wichtig, möglichst viele Bürgerinnen und Bürger für Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu sensibilisieren. Aus diesem Grund lade ich alle herzlich ein, im Rahmen des diesjährigen ‚passathon – RACE FOR FUTURE‘ auch beim österreichischen Parlament klimaschonend vorbeizuradeln, und das generalsanierte Hohe Haus nach Abschluss der Sanierungsarbeiten im Herbst 2022 noch einmal zu besuchen“, lautete Sobotkas Appell.

Der „passathon – RACE FOR FUTURE“ ist das weltweit größte Outdoor-Event für klimagerechtes Bauen und Sanieren. Bis Mitte Oktober können auf 26 Routen durch 200 Gemeinden 540 klimaschonende Gebäude in ganz Österreich mit dem Rad besucht werden. Unter dem Motto „Gut für deine Gesundheit! Gut für unser Klima!“ soll sichtbar werden, wie die Klimaneutralität bis 2040 für den Gebäudesektor in Österreich Realität werden kann. Die TeilnehmerInnen werden mit einer App zu den Leuchtturmobjekten für Klimaschutz geleitet und erhalten dort Informationen zum Gebäude über ihr Handy. Informationen zum kostenlosen Event samt Gewinnspiel finden sich auf der Website https://passathon.at.

Bei der Sanierung des Parlamentsgebäudes spielt Nachhaltigkeit eine große Rolle. Obwohl stets darauf geachtet wird, die historische Substanz zu bewahren, ist der Anspruch, das Haus fit für die Zukunft zu machen. Denkmalschutz lässt sich mit den strengen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz vereinbaren. Heraus kommt eine ganz neue Qualität. So soll der Energiebedarf des Hohen Hauses in Zukunft deutlich geringer sein – und das, obwohl die Nutzfläche um 10.000 Quadratmeter erweitert wird. Rund 740 Fenster wurden thermisch saniert, die Qualität der Innenraumluft wird dank modernster Lüftungstechnik deutlich verbessert. Auch das Dach wurde saniert und gedämmt, die Beleuchtung wird komplett auf LED umgestellt. Das Konzept für die Sanierung wurde 2016 von der Klimaschutzinitiative „klimaaktiv“ und der Österreichischen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen mit dem Status „Gold“ ausgezeichnet. 

Blick von oben auf die Glaskuppel und die begrünte Dachlandschaft des Parlamentsgebäudes
Dachlandschaft des Parlamentsgebäudes ©Parlamentsdirektion / filmspektakel

April 2021

Holzvertäfelung mit Aufschrift "TELEFON 1"
Holzvertäfelung im NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Zeitreise

Durch Bombentreffer im Februar 1945 wurde der Nationalratssaal vollkommen zerstört. Die Verantwortlichen beschlossen nach dem Krieg, ihn nicht in seiner ursprünglichen Form wieder aufzubauen, sondern völlig neu zu gestalten. Nach Plänen der Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle wurde er im Jahr 1956 fertiggestellt. Auch nach der Sanierung des Parlamentsgebäudes werden viele Elemente der Architektur der 1950er-Jahre, wie die Holzvertäfelung des Saales, erhalten bleiben. Sie wird nun wieder Stück für Stück angebracht.

März 2021

Eingehüllt

So zeigt sich das Parlamentsgebäude momentan. Der Grund: Dahinter wird die Fassade gereinigt.

Blick auf das eingehüllte Parlamentsgebäude
Blick auf das Parlamentsgebäude ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Februar 2021

Blick zur neuen Glaskuppel im NR-Saal mit Baugerüst
Blick zur neuen Glaskuppel mit Baugerüst ©Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Durchblick

Im Nationalratssitzungssaal wurde das große Arbeitsgerüst, das während der Konstruktion des Glasdachs in der Mitte des Saales stand, abgebaut. Man kann nun direkt durch die Kuppel ins Freie sehen. Auch in die Säulenhalle fällt wieder Tageslicht, nachdem das Glasdach monatelang für Arbeiten abgedeckt war.

Jänner 2021

Die Attika-Figuren kommen zurück

Die 2,2 Meter hohen Skulpturen wurden sorgfältig restauriert. Nun werden sie Stück für Stück wieder auf das Dach des Parlaments gesetzt. Insgesamt gibt es 44 solche Figuren aus Carraramarmor. Sie repräsentieren verschiedene menschliche Qualitäten, Berufszweige und wissenschaftliche Disziplinen.

Bauarbeiter blickt auf die Attika-Figur in der Luft, die vom Kran auf das Dach gehoben wird.
Aufstellen der Attika Figuren am Parlamentsgebäude ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf
Restaurierung des Bundesadlers in der Metallwerkstatt C. Reisinger
Restaurierung des Bundesadlers in der Metallwerkstatt C. Reisinger ©Parlamentsdirektion / Zinner

In der Werkstatt

Der Wappenadler aus dem Sitzungssaal des Nationalrats wird derzeit in einer Werkstatt in Oberösterreich sorgfältig restauriert. Im sanierten Parlament soll er dann wieder in neuem altem Glanz erstrahlen. Auch die historischen Möbel aus dem Nationalratssitzungssaal und dem Sitzungssaal der Bundesversammlung werden derzeit in einer niederösterreichischen Werkstatt saniert.

Dezember 2020

Unfallfreies Arbeitsjahr 2020 geht zu Ende

Ein intensives und erfreulicherweise unfallfreies Arbeitsjahr auf der Parlamentsbaustelle geht zu Ende. Im Jahr 2020 wurden weitere wichtige Bauetappen abgeschlossen. Die Errichtung des Glasdaches über dem Nationalratssitzungssaal mit dem darunterliegenden Besucherrundgang war wohl das größte Unterfangen. Jetzt kann damit begonnen werden, das Gerüst, das im Nationalratssitzungssaal zum Aufbau der Glaskuppel errichtet wurde, abzubauen, um den Sitzungssaal weiter auszugestalten. Im Dachbereich wurden die neuen Multifunktionsräume errichtet und der Restaurant- und Küchenbereich mit seinen Installationen aufgebaut. In der Beletage wurde weiter an der Restaurierung und Sanierung von Stuckmarmor, Dekorationsmalereien, Stein- und Parkettböden und Metalldekorationen gearbeitet. In den beauftragten Werkstätten wurden historische Möbel, Metallwerkstücke, Steinfiguren und Luster restauriert und technisch auf den neuesten Stand gebracht. In einigen Sektoren des Hohen Hauses ist die Sanierung soweit abgeschlossen, dass die historischen Luster bereits gehängt, die sanierten Türen eingebaut und die Fenster fertig behandelt werden konnten.
Auch auf der Parlamentsbaustelle waren die Arbeiten im Jahr 2020 aufgrund der nationalen und internationalen Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Es kam zu einer Reihe von Engpässen in der Zulieferung und in der Beistellung von Arbeitern, was zu einer Verlängerung der Bauzeit führt.

Blick auf die Glaskuppel bei Nacht mit beleuchtetem Kran
Adventstimmung beim Parlament ©Parlamentsdirektion / filmspektakel

November 2020

Montage der Glaswand im Besucherbereich unter der Glaskuppel
Montage der Glaswand im Besucherbereich unter der Glaskuppel ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Ein Rundumgang für BesucherInnen

Das Gästepanorama nimmt Formen an. Direkt unter der neuen Glaskuppel im künftigen Sitzungssaal des Nationalrats entsteht ein verglaster Rundumgang. BesucherInnen können so in Zukunft das Geschehen im Saal beobachten. Ziel ist ein „neues“ Hohes Haus, in dem die BürgerInnen unkompliziert an der politischen Arbeit teilhaben können.

Oktober 2020

Radluster zurück im Parlament

Die beiden von Theophil Hansen entworfenen Radluster mit je 30 Lampen sind in das Parlamentsgebäude zurückgekehrt.  Im zukünftigen Sitzungssaal des Bundesrates wurden die beiden Bronze-Luster gehängt. Ursprünglich sollte der Saal den beiden Häusern des ehemaligen Reichsrates als Festsaal und als Sitzungsraum für die Delegationen der österreichischen und der ungarischen Reichshälfte dienen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Saal als Budgetsaal genutzt und bezeichnet. Im ganzen Haus existieren noch 106 von Theophil Hansen entworfene Luster. Diese wurden zuerst mit Gas betrieben und erst nachträglich elektrifiziert. Vor der Sanierung wurden jährlich rund 2.100 Leuchtmittel verbraucht. Jetzt sind die Luster mit LED-Technik nachgerüstet.

Montage der Radluster im Lokal VI
Montage der Radluster im Lokal VI ©Parlamentsdirektion/Michael Buchner

September 2020

RestaurateurInnen bei den Arbeiten an den Lustern der Parlamentsdirektion
RestaurateurInnen bei den Arbeiten an den Lustern der Parlamentsdirektion ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Historische Luster und innovative Lösungen im Licht-Design

In den Licht-, Glasdesign- und Metallbauwerkstätten im niederösterreichischen Ramingdorf bei Behamberg werden derzeit ca. 500 historische Luster und Leuchten restauriert und mit aktueller Leuchtmitteltechnik ausgestattet. Laufend finden Arbeiten an den Lustern, wie die Reinigung, der Behang, die Lagerung alter Lusterteile und die technische Ertüchtigung statt. Es gibt ein Lager aus alten Lusterteilen, mit denen die Luster bei Notwendigkeit nachbestückt werden. Die Kronleuchter verschiedener Größen wurden vom Architekten des Parlamentsgebäudes Theophil Hansen entworfen. Die größten im Haus sind die Bronze-Luster im ehemaligen Budgetsaal mit je 30 Lampen. In der Beletage entlang der Ringstraße sind die restaurierten und gereinigten Luster bereits gehängt. Anfang Oktober erfolgt die Hängung der Luster im Budgetsaal, dem zukünftigen Sitzungssaal des Bundesrates.

August 2020

Die Glaskuppel: Ein Zeichen für Transparenz

Die Gläser sind montiert! Nach vielen Wochen und Monaten der Vorarbeit kann man nun ganz deutlich die Glaskuppel über dem Sitzungssaal des Nationalrats erkennen. In Zukunft wird es im Plenarsaal des Nationalrats also Tageslicht geben, sodass die Abgeordneten direkt ins Freie schauen können. Die Kuppel besteht aus elektrochromem Glas, das bei Bedarf verdunkelt werden kann, damit zum Beispiel die Sonne nicht blendet. Die Glaskuppel ist zudem ein Zeichen für Transparenz.

Glaskuppel über dem NR-Saal
Glaskuppel über dem NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Johannes Zinner

Juli 2020

Einsetzen der Glaspaneele
Einsetzen der Glaspaneele ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Die Glaskuppel nimmt Gestalt an

Mit äußerster Präzision werden die Glaselemente in das fertige, mit Dichtungen versehene Traggerüst über dem Nationalratssitzungssaal eingesetzt. Mit großer Sorgfalt werden die am Dach des Parlamentsgebäudes gelagerten Glaspaneele vom Baukran angehoben, zum vorgegebenen Sektor transportiert, um von den Glasbauspezialisten am Traggerüst montiert zu werden. Die Gitternetzschale misst 28 Meter im Durchmesser und überspannt damit eine Fläche von ca. 550m².

Juni 2020

Neue Räume am Dach

Am Dach des Parlaments – zwischen dem Dachrestaurant und dem Nationalrats- bzw. Bundesversammlungssaal – entstehen zwei Multifunktionsräume. Sie werden komplett neu geschaffen. Für den Raum auf der Seite zum NR-Saal wurden die Säulen mit den darauf liegenden Stahlträgern bereits errichtet. Außerdem wurden die Profilbleche und die Verbunddecke verlegt.

Die Multifunktionsräume werden komplett neu geschaffen. Die neuen Zubauten sind so angeordnet, dass sie das historische Erscheinungsbild nicht überlagern und somit im Gesamtensemble nicht störend wirken.

Zukünftiger Multifunktionsraum
Zukünftiger Multifunktionsraum ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner
Gitternetzschale
Gitternetzschale ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Ein Blick auf die Baustelle

Die Gitternetzschale über dem Nationalratssitzungssaal ist errichtet. In den vergangenen Wochen wurde das Traggerüst, in das die Glaspanele eingesetzt werden, fertiggestellt – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Glaskuppel. Ab sofort können Sie sich übrigens in einer virtuellen Führung einen Eindruck über die Parlamentsbaustelle verschaffen: YouTube-Kanal Visit #OeParl

In deutscher Sprache: Montag bis Freitag um 13:00 Uhr und 18:00 Uhr

In englischer Sprache: Montag bis Freitag um 14:00 Uhr

April 2020

Die Kuppel wächst

Nachdem Mitte März 2020 die Arbeiten auf der Parlamentsbaustelle wegen eines COVID-19-Verdachtsfalles eingestellt worden waren und sich in der Folge auf unbedingt notwendige Sicherungsarbeiten beschränkten, konnte der Betrieb Ende März – nachdem sich herausstellte, dass keine Erkrankung vorlag – wieder hochgefahren werden. Aufgrund der nationalen und internationalen Restriktionen infolge der Corona-Pandemie gibt es aber weiter Engpässe. Zum einen sind das die Arbeitskräfte aus dem Ausland, die nur eingeschränkt einreisen dürfen. Und dann auch die ausländischen Zulieferbetriebe. So kommen die Gläser für die Glasdachkonstruktion des Nationalratssaales nicht aus Österreich und können aufgrund von Produktionsausfällen derzeit nicht geliefert werden. Die Vorarbeiten über dem Plenarsaal werden aber weiter vorangetrieben.

Vorarbeiten für die Glaskuppel über dem NR-Saal
Vorarbeiten für die Glaskuppel über dem NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Februar 2020

Arbeiten im Historischen Sitzungssaal
Arbeiten im Historischen Sitzungssaal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Eingerüstet

Im historischen Sitzungssaal steht derzeit ein großes Gerüst. Und das hat einen Grund: Die Decke mit historischer Dekorationsmalerei wird restauriert. Die Arbeiten dazu sind bereits weit fortgeschritten. Außerdem werden Stuckmarmor, Steinsäulen und Metalldekorationen an den Wänden gereinigt und restauriert.

Dezember 2019 & Jänner 2020

Ein Ring am Dach

2019 ging ein weiteres unfallfreies Jahr auf der Baustelle zu Ende. Die Unterkonstruktion für die Glaskuppel am Dach des Nationalratssitzungssaals ist errichtet. Der insgesamt 180 Tonnen schwere Stahldruckring wurde in vier Teilen angebracht. Um den Verkehr nicht zu behindern, fand die Montage in der Nacht statt.
Anschließend wurde die Baustelle für die nächsten Schritte vorbereitet. Die Fläche innerhalb des Stahlrings wurde geschlossen und abgedichtet. Auf ihr können sich die ArbeiterInnen bewegen, wenn sie mit dem Aufbau der Gitternetzschale beginnen.

Dach über dem NR-Saal
Dach über dem NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

November 2019

Raupenkran für die Montage des Stahldruckringes am Dach
Raupenkran für die Montage des Stahldruckringes am Dach ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Erste Etappe Glasdach: Gigantischer Raupenkran hievt Stahldruckring in luftige Höhe

Das neue Glasdach über dem NR-Saal ist eine der wichtigsten Bauetappen der Sanierung und steht für Öffnung und Transparenz des Hauses. Nun starten die ersten Maßnahmen zur Errichtung. In einem logistischen Kraftakt werden vier 46.000 Kilo schwere Stahlringteile in die Höhe gehievt und dann auf dem Dach des NR-Saals zu einem Stahldruckring zusammengesetzt. Dieser dient in der Folge als Unterkonstruktion für die Glaskuppel. Notwendig ist ein eigener, 600 Tonnen schwerer Baukran, der die Stahlteile nach oben transportiert.

Oktober 2019

Neues Besucherzentrum ohne alte Pfeiler

Dem neuen Besucherzentrum steht nichts mehr im Wege. Die alten Pfeiler unterhalb der Säulenhalle wurden entfernt, sodass ausreichend Raum für den rund 900 m2 großen Besucherbereich samt Ausstellungsflächen entsteht.
Um sicherzustellen, dass keine historischen Strukturen beschädigt werden, überprüfen Sensoren jede noch so minimale statische Veränderung des Gebäudes und melden diese in Echtzeit an die Bauleitung.

Agora: Abbruch alter Pfeiler
Agora: Abbruch alter Pfeiler ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

September 2019

Elektroinstallationen
Elektroinstallationen ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Datenautobahn

Das Parlamentsgebäude erhält modernste Datenleitungen. Genialer Schachzug: Alle Installationen verlaufen im Boden, damit die denkmalgeschützen Wände nicht angegriffen werden müssen.

August 2019

Kein leeres Sommerkino

– sondern Holzrestaurierung im Bundesversammlungssaal! Stück für Stück erhält der Saal ein neues Antlitz!

Restaurierungsarbeiten im Historischen Sitzungssaal
Restaurierungsarbeiten im Historischen Sitzungssaal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Juli 2019

Abgerissenenes Couloir
Abgerissenenes Couloir ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Hier bleibt kein Stein auf dem anderen!

Intensiv gearbeitet wird derzeit rund um den Nationalratssitzungssaal: Hier werden Wände und Decken hin zu den Wirtschaftshöfen abgebrochen, damit das neu errichtete Lokal I direkten Lichteinfall erhält.

Juni 2019

Vom Keller bis zum Dach

So lautet das Motto der Sanierung, denn die Zeit hat ihre Spuren im gesamten Haus und damit auch im Dach des Parlamentsgebäudes hinterlassen.
Das Originaldach wurde von Hansen in Anlehnung an ein römisch antikes Dach mit sogenannten Mönchs- und Nonnenziegeln nachgebildet. 1945 fast zur Gänze durch Bombentreffer zerstört, wurde es in den Folgejahren als Flickwerk wieder repariert. In den kommenden Monaten stehen rund 8.000 Quadratmeter zur Erneuerung an.

Blick auf das Parlamentsdach während der Kranfahrt
Blick auf das Parlamentsdach während der Kranfahrt ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Mai 2019

Abtransport der Sitzbänke aus dem Historischen Sitzungssaal
Abtransport der Sitzbänke aus dem Historischen Sitzungssaal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Letzte Vorbereitungen vor Denkmalpflege

Im historischen Sitzungssaal wird alles für die bevorstehenden Restaurierungs- und Reinigungsarbeiten vorbereitet. Bevor die Steinoberflächen und Malereien gereinigt und fallweise restauriert werden können, muss alles leer geräumt werden. Die bestehenden, historisch wertvollen Möbel werden abtransportiert. Sie werden nun gereinigt und saniert und kommen dann wieder an ihren angestammten Platz zurück.

Besucherrestaurant statt Dachboden

Im Dachbereich entsteht ein Restaurant inklusive 400 Quadratmetern Terrassenlandschaft samt Panoramablick, das auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird.
Zuerst müssen aber noch Stahlträger zur Verstärkung des Bodens eingezogen werden – der derzeitige Boden würde dem zu erwartenden Gewicht nicht standhalten. Im gesamten Dachbereich sind daher bereits die Vorarbeiten in vollem Gange.

Kranfahrt über das Parlamentsdach
Kranfahrt über das Parlamentsdach ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

April 2019

Blick in den NR-Saal
Blick in den NR-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Der Wiederaufbau des NR-Saals hat begonnen!

Die Decke für das neue Ausschusslokal 1 ist bereits betoniert.
In den nächsten Wochen wird der Saal immer weiter wachsen, bis dann am Ende das Glasdach errichtet werden kann.

März 2019

„Demokratie braucht Raum“

Am 19. März wurde die Publikation „Demokratie braucht Raum“ der Fachöffentlichkeit präsentiert.
Im Vorfeld fand ein Baustellenrundgang für FachjournalistInnen und ArchitektInnen statt.
Das Buch vermittelt die wesentlichen Grundlagen der laufenden Generalsanierung des österreichischen Parlamentsgebäudes anschaulich und gibt exemplarischen Einblick in das aktuelle Geschehen auf der Baustelle.

Gruppenfoto v. l. n. r. : BIG-Geschäfntsführer Wolfgang Gleissner, Buchautorin Andrea Schenk, Grafik Christine Klell, Buchautorin Gabriele Kaiser, Fotografin Hertha Hurnhaus, Lektorat Reinhard Deutsch
Gruppenfoto v. l. n. r. : BIG-Geschäfntsführer Wolfgang Gleissner, Buchautorin Andrea Schenk, Grafik Christine Klell, Buchautorin Gabriele Kaiser, Fotografin Hertha Hurnhaus, Lektorat Reinhard Deutsch ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Februar 2019

Bauarbeiten unter dem BV-Saal
Bauarbeiten unter dem BV-Saal ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Stahlträger zur Unterfangung der Decke

Wesentlicher Dreh und Angelpunkt der Sanierung ist die Tragwerkskonstruktion für die neu geschaffenen Säle und Räume.
Die statischen Herausforderungen sind groß. Derzeit nimmt das Ausschusslokal unterhalb des Bundesversammlungssaal Form an.
In einem ambitionierten Baueingriff wurden Stahlträger zur Unterfangung der Decke eingefädelt.

Jänner 2019

Denkmalpflege: Sanierung der Kastenfenster

Rund 740 Kastenfenster werden thermisch und sicherheitstechnisch saniert. Die Fenster werden von Lackierungen befreit und wieder – wie im Originalzustand –mit Leinöl eingelassen. Die Qualität des über 130 Jahre alten kroatischen Eichenholzes, das mehr als 20 Jahre gelagert worden war, ist famos. Die Arbeiten an den Fenstern werden bis Ende 2020 dauern.

Arbeiten an den Fenstern
Arbeiten an den Fenstern ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Dezember 2018

Pallas Athene
Pallas Athene ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Erfolgreiches unfallfreies Arbeitsjahr geht zu Ende

Ein umfangreiches und erfreulicherweise unfallfreies Arbeitsjahr auf der Baustelle geht zu Ende, ein ebenso intensives Jahr steht bevor.
Rund 70 Prozent des gesamten Auftragsvolumens sind vergeben, das Projekt wird im Termin- und Kostenplan gesteuert.
Der Rückblick ins Jahr 2018 zeigt: wichtige Bauetappen, wie der Abbau von rund 40.000 Quadratmetern Bodenbelägen oder der Abbau des Glasdaches, konnten erfolgreich absolviert werden.
Für 2019 ist der Fahrplan fixiert: die Dachsanierung und der Einbau von vier neuen Hauptstiegenhäusern stehen an. Und dann natürlich das neue Glasdach über dem NR-Saal: Die statisch dafür notwendige Stahlkonstruktion wird im kommenden Jahr errichtet.

November 2018

Sicherungsmaßnahmen für das Fundament im Keller

Die Stabilität der Fundamente auf der gesamten Baustelle muss sichergestellt werden, um die bevorstehende Errichtung neuer Räumlichkeiten vorzubereiten.
Daher wird mittels Düsenstrahlverfahren (DSV) eine Betonmischung in das vorhandene Lehm- und Erdreich eingebracht.
Das verstärkt die Fundamente und ist damit notwendige Vorbereitung für die späteren Lasten, die getragen werden müssen.

Sicherungsmaßnahmen für das Fundament im Keller
Sicherungsmaßnahmen für das Fundament im Keller ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Oktober 2018

VeranstaltungsteilnehmerInnen beim Tag der offenen Tür
VeranstaltungsteilnehmerInnen ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Besuchermagnet Info-Point Bau.Stelle am 26.10.2018

Am Tag der offenen Tür hatten Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an mehreren Orten über die Baustelle des Parlaments zu informieren. Eine kleine, feine Ausstellung im Info-Point Bau.Stelle lud dazu ein, das Sanierungsprojekt besser kennenzulernen. Und auf zwei großen Videoleinwänden vor dem historischen Parlamentsgebäude und am Josefsplatz wurden Impressionen des Baugeschehens gezeigt. Das Interesse und der Andrang waren enorm!

September 2018

Meilenstein Sanierung: Dach über dem NR-Saal offen

Ein weiterer, wichtiger Schritt auf dem Weg ins neu sanierte Hohe Haus ist geschafft: In den vergangenen Wochen wurde das Glasdach über dem Nationalratssitzungssaal Stück für Stück abgetragen. Neben Regenwasser, das bereits auf die Sitzreihen tropfte, war die Dachkonstruktion des Parlaments auch punkto Tragfähigkeit bereits an ihren Grenzen. Die Erneuerung des Daches ist somit zentraler Teil des Sanierungsprojekts!
Und: die Projektorganisation wurde mit 1. September angepasst: die BIG übernimmt das Baumanagement.

Geöffnetes Dach des NR-Saales
Geöffnetes Dach des NR-Saales ©Parlamentsdirektion / Thomas Topf

August 2018

Vorbereitungsarbeiten für die Dachöffnung
Vorbereitungsarbeiten für die Dachöffnung ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Letzte Vorbereitungen

Die letzten Vorbereitungen zur Dachöffnung laufen! Mehrere Monate lang wird das Dach über dem NR-Saal geöffnet sein und der Saal ist damit Wind und Wetter ausgesetzt. Um Schäden zu vermeiden, wird der gesamte Bereich mit Schutzmaterialien ausgekleidet und Regenwasser wird durch ein eigenes Drainagensystem abgeleitet.

Juli 2018

Figurenschmuck wandert in die Werkstätte

44 Attikafiguren werden in den nächsten Wochen vom Dach abgehoben und dann in die Restaurierungswerkstätte der Firma Zottmann in Wien gebracht. Dort werden sie eingehend untersucht und gegebenenfalls restauriert. Nach dem Ende der Sanierung kehren sie wieder an ihren ursprünglichen Platz zurück.

Abtransport der Attikafiguren mittels Baukran
Abtransport der Attikafiguren mittels Baukran ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner
Säulenhalle mit Absperrbändern
Säulenhalle ©Parlamentsdirektion /
Thomas Topf

Säulenhalle verkabelt

In der Säulenhalle wird derzeit mittels feinster Verkabelung und eigenen Aufnahmegeräten jede thermische Bewegung des Gebäudes gemessen und aufgezeichnet. Dies, um Informationen für die später notwendigen statischen Arbeiten zu erhalten, wenn beispielsweise unter der Säulenhalle ausgebaut wird und die Decken abgestützt werden müssen. Etwa 8 Millimeter thermische Bewegung werden jeden Tag registriert!

Juni 2018

Adler hebt ab!

Heute wurde der Wappenadler aus dem Nationalratssitzungssaal abtransportiert. Dazu wurde die Stahlskulptur noch an der Wand auseinandergeschraubt und in seine vier ursprünglichen Teile zerlegt, verpackt und mittels Kran über den Balkon auf der Schmerlingplatzseite ins Freie gehievt.

Abtransport des Wappenadlers im Nationalratssitzungssaal
Abtransport des Wappenadlers im Nationalratssitzungssaal. ©Parlamentsdirektion / Bernhard Zofall
Gerüst im NR-Saal zur Entfernung des Zwischenglasdachs
Gerüst im NR-Saal zur Entfernung des Zwischenglasdachs. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Lichtblicke

Die Zwischendecke im Nationalratssaal wurde entfernt und es eröffnen sich erste zaghafte Lichtblicke durch die Gitterstäbe des Plateaugerüsts hinauf zum Himmel. Die Spannung steigt: bis zur Dachöffnung dauert es nur noch wenige Wochen!

Mai 2018

Sobotka besucht Baustelle

Am 8. Mai hat Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka die Baustelle besucht und den beteiligten Firmen und deren MitarbeiterInnen einen unfallfreien Verlauf gewünscht. Durschnittlich sind in der jetzigen Phase an die 200 Personen im Einsatz und die Baumeisterarbeiten sind in vollem Gange.

Von links: Wolfgang Fürhauser, Wolfgang Makovec, Josef Pein, Parlamentsvizedirektor Alexis Wintoniak,  Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (V), Christoph Freiler, Harald Wagner, Wolfgang Schubert, Bernhard Kazda
Von links: Wolfgang Fürhauser, Wolfgang Makovec, Josef Pein, Parlamentsvizedirektor Alexis Wintoniak, Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (V), Christoph Freiler, Harald Wagner, Wolfgang Schubert, Bernhard Kazda ©Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen
Demontage der Luster
Demontage der Luster ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Licht aus im historischen Gebäude

Ab Mai wird das Parlament mit Baustellenstrom versorgt. Die derzeitigen Leitungen werden abgedreht. Passenderweise zeitgleich läuft die Demontage aller Beleuchtungskörper. Die historisch wertvollen Luster und Leuchten werden gereinigt und restauriert und kommen dann im sanierten Parlament wieder zum Einsatz. Die Palette ist vielfältig: Sie reicht von der schlichten Deckenbeleuchtung bis zum prachtvollen Zwei-Meter-Luster von Theopil Hansen, von der einfachen Notbeleuchtung bis zur Hängeleuchte aus Glasprismen und oktagonalen Glaskugeln von Fellerer und Wörle.

April 2018

Aufbau erster Baukran

Der erste von insgesamt vier Baustellenkränen vor dem Parlamentsgebäude wurde am 16.04.2018 aufgestellt. Der Kran wird beim Materialtransport, Aushub und den Dacharbeiten zum Einsatz kommen. Um stattliche 52 Meter überragt die Konstruktion damit das Hohe Haus, das an seiner höchsten Stelle immerhin 33 Meter aufweist.

Aufbau des ersten Baukrans
Aufbau des ersten Baukrans Rathausplatzseite. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner
Gerüst zur Demontage der Holzvertäfelung im NR-Saal
Gerüst zur Demontage der Holzvertäfelung im NR-Saal. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Baugerüst im Nationalratssitzungssaal

Derzeit wird im gesamten Nationalratssitzungssaal ein Baugerüst auf mehreren Etagen errichtet. Schritt für Schritt wird dann die Wandverkleidung aus Holz abgenommen, denn hier werden wichtige bauliche Eingriffe stattfinden: der Boden wird abgeflacht, damit er barrierefrei zugänglich ist. Außerdem wird die Lichtzwischendecke herausgenommen. Ein neues Glasdach eröffnet dann den Blick nach oben. Bei der Sanierung wird aber darauf Wert gelegt, dass der Saal in seinem Wesen erhalten bleibt, denn er blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1945 wurde der Saal durch Bombentreffer vollkommen zerstört. Nach Plänen der Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle erfolgte im Jahr 1956 die Fertigstellung in der heutigen Gestalt.

Baucontainer am Vorplatz

Die Container vor dem Parlamentsgebäude werden in den nächsten Tagen (Anfang April) als Baubüros eingerichtet. In zwei Wochen soll dann die zweite Tranche angeliefert werden, der erste Kran wird errichtet und die Attikafiguren am Dach sollen abgebaut werden. Im Inneren des Hauses finden gerade die Demontagearbeiten statt: alle Luster werden abmontiert, gereinigt und in ein Zwischenlager transportiert. Nach der Sanierung kehren sie dann wieder in das Parlamentsgebäude an ihren angestammten Platz zurück.

Infopoint Bau.Stelle und Baucontainer am Vorplatz
Infopoint Bau.Stelle und Baucontainer am Vorplatz. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

März 2018

Abbau Fahnenmast
Abbau Fahnenmast. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Errichtung Containerburg

Am 26.03.2018 hat der Aufbau der Container vor dem Parlamentsgebäude begonnen. In den nächsten Tagen werden 57 Container angeliefert und vor dem Gebäude aufgebaut. Die zweite Tranche folgt Mitte April. Wenn alles fertig ist, wird die Containerburg aus 114 Container bestehen und 3 Geschoße zu je 2,5m hoch sein. In den Containern sind dann die Büroarbeitsplätze für die Örtliche Bauaufsicht und die Arbeiter angesiedelt.

Demontage Fahnenmasten (19.03.-25.03.2018)

Die Arbeiten am Bauzaun laufen auf Hochtouren. Die Gebäudeseite zum Schmerlingplatz ist bereits vollständig geschlossen. Ein mobiler Kran baut die Fahnenmasten vor dem Parlamentsgebäude ab. Dafür müssen die Einzelteile des Mastes demontiert werden, bevor sie der Kran abheben kann. Aber zuallererst wird der Adler, er besteht aus mit Blattgold beschichtetem Metall, abmontiert. Keine leichte Angelegenheit: er wiegt an die 150 Kilo! Immer noch deutlich weniger als der Kran: der ist 100 Tonnen schwer!

Februar 2018

Bauzaun beginnt

Am 19.02.2018 wird mit der Errichtung des Bauzauns begonnen. Der Bauzaun umfasst insgesamt rund 700 Laufmeter rund um das gesamte Gebäude. Er besteht aus ca. 1.500m² Trapezblech, ca. 400 Stück Betonsockel und 400 Holzstehern. 10 Arbeiter sind damit betraut, den Bauzaun bis Mitte April fertig zu stellen und die Baustelle vollständig zu schließen. Für die Zu- und Abfahrt zur Baustelle sind eigene Tore vorgesehen.

Jänner 2018

Schutzmaßnahmen

Das Parlamentsgebäude wird im Inneren zum Teil mit Schutzwänden aus Holz verkleidet. Dies dient dazu, die wertvollen Oberflächen, Wandmalereien und Türstöcke, die allesamt unter Denkmalschutz stehen, vor Beschädigungen im Zuge der Sanierungsarbeiten zu schützen. Die langen Gänge werden als Transportwege für Maschinen und Baumaterial dienen.

Dezember 2017

Untersuchung der Attika-Statuen auf dem Dach

In schwindelerregender Höhe begutachten am 21.12.2017 Restauratoren der Firma Klaus Wedenig aus Königshof/Niederösterreich den Figurenschmuck auf dem Dach. Es soll der Zustand der insgesamt 44 Statuen aus Laaser Marmor und des übrigen Figurenschmucks eruiert werden, um deren sichere Abnahme zu gewährleisten.
Im April sollen die Figuren dann behutsam abgenommen und je nach Zustand restauriert werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten kehren sie wieder an ihren angestammten Platz auf dem Dach zurück.

Vergabe der Baumeisterarbeiten genehmigt

Am 14.12.2017 genehmigt der Aufsichtsrat der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H. (PGSG) die Vergabe der Baumeisterarbeiten. Die Bietergemeinschaft Porr/Pittel+Brausewetter soll die Baumeisterarbeiten durchführen.
Gleichzeitig mit der Zuschlagsentscheidung für die Baumeisterarbeiten hat der Aufsichtsrat eine Änderung des Terminplans für das Sanierungsprojekt zur Kenntnis genommen. Dementsprechend wird die Projektdauer um acht Monate von Juli 2020 auf März 2021 erstreckt.

Verpflanzung der Buchen um das Parlamentsgebäude
Verpflanzung der Buchen um das Parlamentsgebäude. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Hainbuchen wandern ins Zwischenquartier

Am 11.12.2017 werden 24 Hainbuchen, die rund um das Parlamentsgebäude wachsen, umgepflanzt und in ein Zwischenquartier transportiert. Das ist zum Schutz der Bäume notwendig, denn die Außenarbeiten zur Einrichtung der Baustelle sind in vollem Gange. Nach Abschluss des Sanierungsprojekts werden die Bäume im Zuge der Neugestaltung des Umfelds des Gebäudes zurückkehren und wieder eingepflanzt.

September 2017

Ein Stück Demokratiegeschichte ersteigern

Im Rahmen einer Online-Auktion des Dorotheums werden einzelne Möbelstücke, die keine weitere Verwendung finden, versteigert. Der Zuspruch ist enorm: 208.160 Euro werden eingespielt, der Reinerlös fließt in das Bundesbudget.

Abtransport eines Sessels aus dem NR-Saal
Abtransport eines Sessels ©Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

August 2017

Bautafel an der Ringstraße
Bautafel an der Ringstraße. ©Parlamentsdirektion / Michael Buchner

Baustelleneinrichtung und Logistik beginnt

Am 28.08.2017 wird das historische Parlamentsgebäude von der Parlamentsdirektion an die ÖBA (örtliche Bauaufsicht) übergeben. Seit diesem Datum liegen das Gebäudemanagement, die Einrichtung der Baustelle und die Logistik vor Ort in den Händen der örtlichen Bauaufsicht. Die Bautafel wird errichtet! Nächste Schritte sind die Abbauarbeiten im Gebäude.

Nach dem Ende Juni erfolgten Widerruf der Ausschreibung der Baumeisterarbeiten sind die Verhandlungen mit den Anbietern derzeit im Gange. Ziel ist die Einhaltung der festgelegten Kostenobergrenze.