Die Übersiedelung und Sanierung des Parlaments in Zahlen

Die Hauptübersiedelung erfolgt in neun Tranchen und wird von der Spedition Lang durchgeführt. Insgesamt 714 Arbeitsplätze (gesamte Möbel inklusive De-und Montagetätigkeiten) sind davon betroffen.

Die Möblierung des Parlaments umfasst rund 700 Schreibtische, 1400 Schränke, 1700 Stühle, 200 Pulte, 70 Sitzbänke, 67 Regal, ca. 1200 Stühle, Sitzreihen, Fauteuils und Hocker. Dazu kommen noch allgemeine Möblierungen und technische Anlagen sowie das gesamte IT-Equipment.

Am 20. September kommt der Nationalrat bereits im großen Redoutensaal der Hofburg zusammen. Dort ist einiges anders als im alten Haus am Ring: Das Rednerpult etwa ist auf derselben Höhe wie die Regierungsbank platziert.

Die Sanierung des vor rund 130 Jahren nach der Planung des dänischen Architekten Theophil Hansen erbauten Parlaments ist notwendig geworden, weil der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen hat.

Führungen sind auch im übersiedelten Parlament möglich. Vor dem historischen Parlamentsgebäude wurde die erste Station des so genannten DemokratieQuartiers eingerichtet. Im Infopoint „Bau.Stelle“ können sich Interessierte über das Sanierungsprojekt informieren und den Parlamentsshop besuchen. Zwischen Parlamentsgebäude, Palais Epstein und Hofburg gibt es ebenfalls Infopunkte.

Die Kostenobergrenze für die Sanierung ist in dem 2014 von Nationalrat und Bundesrat einstimmig beschlossenen Gesetz mit 352,2 Mio. € festgelegt. Dazu kommen 51,4 Mio. € für die Übergangsstandorte sowie Übersiedelungen.

„Tiroler Tageszeitung“ vom 20.07.2017