Bautagebuch

April 2018

Aufbau erster Baukran

Der erste von insgesamt vier Baustellenkränen vor dem Parlamentsgebäude wurde am 16.04.2018 aufgestellt. Der Kran wird beim Materialtransport, Aushub und den Dacharbeiten zum Einsatz kommen. Um stattliche 52 Meter überragt die Konstruktion damit das Hohe Haus, das an seiner höchsten Stelle immerhin 33 Meter aufweist.

 

 

 

Baugerüst im Nationalratssitzungssaal

Derzeit wird im gesamten Nationalratssitzungssaal ein Baugerüst auf mehreren Etagen errichtet. Schritt für Schritt wird dann die Wandverkleidung aus Holz abgenommen, denn hier werden wichtige bauliche Eingriffe stattfinden: der Boden wird abgeflacht, damit er barrierefrei zugänglich ist. Außerdem wird die Lichtzwischendecke herausgenommen. Ein neues Glasdach eröffnet dann den Blick nach oben. Bei der Sanierung wird aber darauf Wert gelegt, dass der Saal in seinem Wesen erhalten bleibt, denn er blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1945 wurde der Saal durch Bombentreffer vollkommen zerstört. Nach Plänen der Architekten Max Fellerer und Eugen Wörle erfolgte im Jahr 1956 die Fertigstellung in der heutigen Gestalt.

 

Baucontainer am Vorplatz

Die Container vor dem Parlamentsgebäude werden in den nächsten Tagen (Anfang April) als Baubüros eingerichtet. In zwei Wochen soll dann die zweite Tranche angeliefert werden, der erste Kran wird errichtet und die Attikafiguren am Dach sollen abgebaut werden. Im Inneren des Hauses finden gerade die Demontagearbeiten statt: alle Luster werden abmontiert, gereinigt und in ein Zwischenlager transportiert. Nach der Sanierung kehren sie dann wieder in das Parlamentsgebäude an ihren angestammten Platz zurück.

März 2018

Errichtung Containerburg

Am 26.03.2018 hat der Aufbau der Container vor dem Parlamentsgebäude begonnen. In den nächsten Tagen werden 57 Container angeliefert und vor dem Gebäude aufgebaut. Die zweite Tranche folgt Mitte April. Wenn alles fertig ist, wird die Containerburg aus 114 Container bestehen und 3 Geschoße zu je 2,5m hoch sein. In den Containern sind dann die Büroarbeitsplätze für die Örtliche Bauaufsicht und die Arbeiter angesiedelt.

 

Demontage Fahnenmasten (19.03.-25.03.2018)

Die Arbeiten am Bauzaun laufen auf Hochtouren. Die Gebäudeseite zum Schmerlingplatz ist bereits vollständig geschlossen. Ein mobiler Kran baut die Fahnenmasten vor dem Parlamentsgebäude ab. Dafür müssen die Einzelteile des Mastes demontiert werden, bevor sie der Kran abheben kann. Aber zuallererst wird der Adler, er besteht aus mit Blattgold beschichtetem Metall,  abmontiert. Keine leichte Angelegenheit: er wiegt an die 150 Kilo! Immer noch deutlich weniger als der Kran: der ist 100 Tonnen schwer!

 

Februar 2018

Bauzaun beginnt

Am 19.02.2018 wird mit der Errichtung des Bauzauns begonnen. Der Bauzaun umfasst insgesamt rund 700 Laufmeter rund um das gesamte Gebäude. Er besteht aus ca. 1.500m² Trapezblech, ca. 400 Stück Betonsockel und 400 Holzstehern. 10 Arbeiter sind damit betraut, den Bauzaun bis Mitte April fertig zu stellen und die Baustelle vollständig zu schließen. Für die Zu- und Abfahrt zur Baustelle sind eigene Tore vorgesehen.

 

 

Jänner 2018

Schutzmaßnahmen

Das Parlamentsgebäude wird im Inneren zum Teil mit Schutzwänden aus Holz verkleidet. Dies dient dazu, die wertvollen Oberflächen, Wandmalereien und Türstöcke, die allesamt unter Denkmalschutz stehen, vor Beschädigungen im Zuge der Sanierungsarbeiten zu schützen. Die langen Gänge werden als Transportwege für Maschinen und Baumaterial dienen.

 

Dezember 2017

Untersuchung der Attika-Statuen auf dem Dach

In schwindelerregender Höhe begutachten am  21.12.2017 Restauratoren der Firma Klaus Wedenig aus Königshof/Niederösterreich den Figurenschmuck auf dem Dach. Es soll der Zustand der insgesamt 44 Statuen aus Laaser Marmor und des übrigen Figurenschmucks eruiert werden, um deren sichere Abnahme zu gewährleisten.
Im April sollen die Figuren dann behutsam abgenommen und je nach Zustand restauriert werden. Nach Fertigstellung der Arbeiten kehren sie wieder an ihren angestammten Platz auf dem Dach zurück.

Vergabe der Baumeisterarbeiten genehmigt

Am 14.12.2017 genehmigt der Aufsichtstrat der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H. (PGSG) die Vergabe der Baumeisterarbeiten. Die Bietergemeinschaft Porr/Pittel+Brausewetter soll die Baumeisterarbeiten durchführen.
Gleichzeitig mit der Zuschlagsentscheidung für die Baumeisterarbeiten hat der Aufsichtsrat eine Änderung des Terminplans für das Sanierungsprojekt zur Kenntnis genommen. Dementsprechend wird die Projektdauer um acht Monate von Juli 2020 auf März 2021 erstreckt.

Hainbuchen wandern ins Zwischenquartier

Am 11.12.2017 werden 24 Hainbuchen, die rund um das Parlamentsgebäude wachsen, umgepflanzt und in ein Zwischenquartier transportiert. Das ist zum Schutz der Bäume notwendig, denn die Außenarbeiten zur Einrichtung der Baustelle sind in vollem Gange. Nach Abschluss des Sanierungsprojekts werden die Bäume im Zuge der Neugestaltung des Umfelds des Gebäudes zurückkehren und wieder eingepflanzt.

 

September 2017

Ein Stück Demokratiegeschichte ersteigern

Im Rahmen einer Online-Auktion des Dorotheums werden einzelne Möbelstücke, die keine weitere Verwendung finden, versteigert. Der Zuspruch ist enorm: 208.160 Euro werden eingespielt, der Reinerlös fließt in das Bundesbudget.

 

 

August 2017

Baustelleneinrichtung und Logistik beginnt

Am 28.08.2017 wird das historische Parlamentsgebäude von der Parlamentsdirektion an die ÖBA (örtliche Bauaufsicht) übergeben. Seit diesem Datum liegen das Gebäudemanagement, die Einrichtung der Baustelle und die Logistik vor Ort in den Händen der örtlichen Bauaufsicht. Die Bautafel wird errichtet! Nächste Schritte sind die Abbauarbeiten im Gebäude.

Nach dem Ende Juni erfolgten Widerruf der Ausschreibung der Baumeisterarbeiten sind die Verhandlungen mit den Anbietern derzeit im Gange. Ziel ist die Einhaltung der festgelegten Kostenobergrenze.