Ausschreibung der Baumeisterarbeiten wird widerrufen

Die Ausschreibung der Baumeisterarbeiten im Zuge der Sanierung des Parlaments muss widerrufen werden. Sämtliche der drei im offenen Verfahren abgegebenen Angebote lagen deutlich über der festgesetzten, von namhaften Zivilingenieurbüros im Vorfeld bestätigten Kostenobergrenze.

Die Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H. ist zu diesem Schritt aus ihrem Verständnis einer sparsamen und wirtschaftlichen Verwendung der Steuermittel verpflichtet. Geplant ist, nun entweder direkt in ein Verhandlungsverfahren ohne Bekanntmachung gemäß Bundesvergabegesetz zu treten oder unter modifizierten Rahmenbedingungen nach Ablauf der 10-tägigen Stillhaltefrist neu auszuschreiben.

Der Baustart findet wie geplant im August dieses Jahres statt. Begonnen wird mit der Absicherung der Baustelle und weiteren vorbereitenden Maßnahmen, wie beispielsweise Demontage oder Schutz von Oberflächen, Ausstattung und Einrichtung (Steinfiguren, Lampen etc.).

Vergabeverfahren Baumeisterleistungen

Die erweiterten Baumeisterleistungen (LV01-Bau) für die Nachhaltige Sanierung des Parlamentsgebäudes wurden seitens der Parlamentsgebäudesanierungsgesellschaft m.b.H. gemäß den Vorgaben des Bundesvergabegesetzes im offenen Verfahren europaweit ausgeschrieben.

Als Maßnahme zur Gewährleistung der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit und insbesondere zur Einhaltung der für die nachhaltige Sanierung in § 2 Parlamentsgebäudesanierungsgesetz festgesetzten Kostenobergrenze wurde im offenen Verfahren eine Kostenobergrenze für die Einreichung geeigneter Angebote festgelegt und den Bietern mit den Ausschreibungsunterlagen zur Kenntnis gebracht. (Schluss)